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Slovenský Cuvac

Die Rassengruppe der weißen Gebirgshunde wird von Wölfen des arktischen Typus abgeleitet, deren Relikte aus der Vor- Eiszeit sich in Europa in den gebirgigen Gegenden erhalten haben, soweit bis zu ihnen die Grenze der Vereisung heranreichte. Es sind das die nördlichen Abhänge des Kaukasus, des Balkans, besonders des Rodopegebirges, der Karpaten, insbesondere der Tatra, die nördlichen Abhänge der Abruzzen und Alpen und schließlich die Pyrenäen. In diesen kälteren und feuchteren Gebieten ist der angeführte Typus der Berghunde auch von einer Relikt- Fauna und Flora begleitet, deren nächste Lokalitäten der schwedische Forscher Wahlenberg noch in Skandinavien vorfand. Einen ähnlichen Zusammenhang mit nordischen Haustieren können wir z.B. im Tatragebiete und in den Karpaten beim Huzulenpferd verfolgen, dessen nächster Verwandter das Gudbrandstaler Pferd ist, ebenso beim Tatra Tschuvatsch, dessen nordische Analogie der pommernsche Schäferhund ist (Pommernscher Hüthunde u.a.) Die slowakische Sennenwirtschaft hat eine sehr alte Tradition. Der Tatra-Tschuvatsch mit dem Bergschaf, dem Huzulenpferd und mit den typischen Bergbewohnern bilden die grundlegenden wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Ausnützung der Weiden durch die Viehzucht. Die slowakischen Bergbewohner gehörten zum Grossteil zum freien Volk, nicht unterworfen dem mittelalterlichen Frondienst, das die Landesgrenzen schützte und seine Abgaben nur in Form von Schafkäse entrichtete. Ihre Institution hieß "Wallachischer Bund" (valassky opasek), dessen Sitz bis zur Aufhebung der Frondienste Kaschau war. Die Mitglieder dieser im Grunde hirtlicht - militärische Einrichtung übten ihren Dienst auf den Bergalmen stets mit ihren typischen Hunden aus, mit den Wachhunden der Tatra, und wurden stets mit ihnen abgebildet. Als guter Behüter, Wächter und Begleiter sowie Wegweiser der Schafherden hat der Tatra-Tschuvatsch sich auch beim Hüten von Rinderherden, beim Weiden von Puten und anderer Haustiere sowie bei der Bewachung verschiedener Objekte bewährt. Auch Badegäste, die die Sennen besuchten, um Käse und andere Erzeugnisse zu kaufen, fanden an den dichtebehaarten Welpen Gefallen, kauften sie und verpflanzten so diese Rasse in die Niederungen, wo sie nicht selten wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens für eine Luxusrasse gehalten wurde. Auf der polnischen Seite der Tatra, wo eine ähnliche Hunderasse, die Goral-Hunde (Berghunde) gehalten wird, heißen besonders starke Tiere im Volke "Liptauer", was auf den slowakischen Ursprung hindeutet. So ist auch topographisch das Gebiet der Zucht des weißen Tatra Tschuvatsch abgegrenzt. Der Herdbuch des Tatra Tschuvatsch in der Tschechoslowakei wurde vor mehr als 30 Jahren von Professor Anton Hruza der Brünner Tierärtzlichen Hochschule gegründet. Das Ausgangsmaterial stammte aus der Umgebung der Orte Liptovska Luzna, Kokava und Vychodna v Tatrach, und aus der Umgebung von Rachovo in den Karpaten. Die erste Zuchtstätte hatte den Namen "Ze zlaté studny" (Vom Goldbrunnen) und wurde in Svitavy u Brna gegründet. Die karpatische Zucht führte die Bezeichnung "Z Hoverly" (Von Hoverla). Seither sind vom Klub der Züchter des Tatra-Tschuvatsch mit dem Sitz in Bratislava genaue Aufzeichnungen geführt und es werden Ausstellungen, Beurteilungen, Wettbewerbe und Schauen arrangiert, und zwar in allen Gebieten der Republik. Weitere ursprüngliche Blutlinien stammen aus den Orten Liptovské Hole, Velky Choc, Zakopané, Martin, Jedlova und Jeseniky. Die ausgebreitesten Linien sind Topas, Uran, Simba, Hrdos, Ibro, Cuvo, Budnas, Dinar, Samko, Bojar, Olaf u.a. Genetisch kann man den Tatra-Tschuvatsch charakterisieren als leuzistischen Berghunde mit schwarzer Schnauze, zu einem kleinen Teil als weißen flavitischen Hund mit brauner Schnauze und lichteren Augen. Aus der Kombination der angeführten genetischen Typen, deren erster dominant ist, stammen gewisse Unterschiede in der Abstufung der Farbe, der Pigmentierung der Augen, der Augenlider, der Schnauze, der Lefzen und der Schleimhäute. Durch strenge Selektion in der Richtung des ersten Typs erreichen die Beurteiler und Züchter den vom folgenden Standard geforderten Typ und seine Stabilisierung innerhalb der Zuchtbereiche. Die Zahl der Klubmitglieder mit Zuchthunden und Zuchtstätten beträgt in der letzten Zeit gegen 200. Registrierte lebende Hunde haben wir derzeit in der Republik gegen 800 Stück. Von der Qualität unserer Zucht des Tatra-Tschuvatsch spricht unter anderem ihre günstige Beurteilung auf internationalen Ausstellungen (Praha, Brno, Liberec, Bratislava, Leipzig u.a.), und das bei starker ausländischer Konkurrenz.

Slovenský Cuvac

Ursprungsland
Slowakei
Standardnummer
142
Widerristhöhe
Rüden: 62 - 70 cm; Hündinnen: 59 - 65 cm
Gewicht
Rüden: 36 - 44 kg; Hündinnen: 31 - 37 kg
Verwendung
Seine Nutzungseinordnung ergibt sich aus seiner von altersher üblichen Verwendung als Schäfer- und Sennenhund im kahlen Hochgebirge und als Wachhund für Gehöfte und an der Grenze.
FCI-Gruppe 1
Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1 Schäferhunde. Ohne Arbeitsprüfung.

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Beschreibung: Slovenský Cuvac

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Die Rassenmerkmale des Tatra-Tschuvatsch entsprechen dem Typ eines Gebirgshundes von fester Konstitution, stattlicher Gestalt und dichtem weißem Pelz.

VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN):
Er ist von starkem Knochenbau, hat ein lebhaftes Temperament und ist wachsam, unerschrocken und scharfsinnig. Seit Jahrhunderten hat er sich dem rauen Klima der slowakischen Berge, namentlich des Tatragebirges angepasst. Seine Gestalt hat ein mässig rechteckiges Format, das vom Rumpf gut ausgenützt wird, und ruht auf starken, ziemlich hohen Beinen. Zu seinem Namen haben ihm sein Scharfsinn und seine Wachsamkeit verholfen, denn das slowakische Wort "cuvat" bedeutet "hören". Er ist grenzenlos treu und beherzt, stets bereit, sich jedem Schädling entgegenzustellen, seinen es auch Bären und Wölfe. Um ihn in der Nacht von Raubtieren unterscheiden zu können, wird er nach uralter Tradition nur in weißer Farbe gezüchtet.

Geschichte: Slovenský Cuvac

Die Rassengruppe der weißen Gebirgshunde wird von Wölfen des arktischen Typus abgeleitet, deren Relikte aus der Vor- Eiszeit sich in Europa in den gebirgigen Gegenden erhalten haben, soweit bis zu ihnen die Grenze der Vereisung heranreichte. Es sind das die nördlichen Abhänge des Kaukasus, des Balkans, besonders des Rodopegebirges, der Karpaten, insbesondere der Tatra, die nördlichen Abhänge der Abruzzen und Alpen und schließlich die Pyrenäen. In diesen kälteren und feuchteren Gebieten ist der angeführte Typus der Berghunde auch von einer Relikt- Fauna und Flora begleitet, deren nächste Lokalitäten der schwedische Forscher Wahlenberg noch in Skandinavien vorfand. Einen ähnlichen Zusammenhang mit nordischen Haustieren können wir z.B. im Tatragebiete und in den Karpaten beim Huzulenpferd verfolgen, dessen nächster Verwandter das Gudbrandstaler Pferd ist, ebenso beim Tatra Tschuvatsch, dessen nordische Analogie der pommernsche Schäferhund ist (Pommernscher Hüthunde u.a.) Die slowakische Sennenwirtschaft hat eine sehr alte Tradition. Der Tatra-Tschuvatsch mit dem Bergschaf, dem Huzulenpferd und mit den typischen Bergbewohnern bilden die grundlegenden wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Ausnützung der Weiden durch die Viehzucht. Die slowakischen Bergbewohner gehörten zum Grossteil zum freien Volk, nicht unterworfen dem mittelalterlichen Frondienst, das die Landesgrenzen schützte und seine Abgaben nur in Form von Schafkäse entrichtete. Ihre Institution hieß "Wallachischer Bund" (valassky opasek), dessen Sitz bis zur Aufhebung der Frondienste Kaschau war. Die Mitglieder dieser im Grunde hirtlicht - militärische Einrichtung übten ihren Dienst auf den Bergalmen stets mit ihren typischen Hunden aus, mit den Wachhunden der Tatra, und wurden stets mit ihnen abgebildet. Als guter Behüter, Wächter und Begleiter sowie Wegweiser der Schafherden hat der Tatra-Tschuvatsch sich auch beim Hüten von Rinderherden, beim Weiden von Puten und anderer Haustiere sowie bei der Bewachung verschiedener Objekte bewährt. Auch Badegäste, die die Sennen besuchten, um Käse und andere Erzeugnisse zu kaufen, fanden an den dichtebehaarten Welpen Gefallen, kauften sie und verpflanzten so diese Rasse in die Niederungen, wo sie nicht selten wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens für eine Luxusrasse gehalten wurde.
Auf der polnischen Seite der Tatra, wo eine ähnliche Hunderasse, die Goral-Hunde (Berghunde) gehalten wird, heißen besonders starke Tiere im Volke "Liptauer", was auf den slowakischen Ursprung hindeutet. So ist auch topographisch das Gebiet der Zucht des weißen Tatra Tschuvatsch abgegrenzt.
Der Herdbuch des Tatra Tschuvatsch in der Tschechoslowakei wurde vor mehr als 30 Jahren von Professor Anton Hruza der Brünner Tierärtzlichen Hochschule gegründet. Das Ausgangsmaterial stammte aus der Umgebung der Orte Liptovska Luzna, Kokava und Vychodna v Tatrach, und aus der Umgebung von Rachovo in den Karpaten. Die erste Zuchtstätte hatte den Namen "Ze zlaté studny" (Vom Goldbrunnen) und wurde in Svitavy u Brna gegründet. Die karpatische Zucht führte die Bezeichnung "Z Hoverly" (Von Hoverla). Seither sind vom Klub der Züchter des Tatra-Tschuvatsch mit dem Sitz in Bratislava genaue Aufzeichnungen geführt und es werden Ausstellungen, Beurteilungen, Wettbewerbe und Schauen arrangiert, und zwar in allen Gebieten der Republik. Weitere ursprüngliche Blutlinien stammen aus den Orten Liptovské Hole, Velky Choc, Zakopané, Martin, Jedlova und Jeseniky. Die ausgebreitesten Linien sind Topas, Uran, Simba, Hrdos, Ibro, Cuvo, Budnas, Dinar, Samko, Bojar, Olaf u.a.
Genetisch kann man den Tatra-Tschuvatsch charakterisieren als leuzistischen Berghunde mit schwarzer Schnauze, zu einem kleinen Teil als weißen flavitischen Hund mit brauner Schnauze und lichteren Augen. Aus der Kombination der angeführten genetischen Typen, deren erster dominant ist, stammen gewisse Unterschiede in der Abstufung der Farbe, der Pigmentierung der Augen, der Augenlider, der Schnauze, der Lefzen und der Schleimhäute. Durch strenge Selektion in der Richtung des ersten Typs erreichen die Beurteiler und Züchter den vom folgenden Standard geforderten Typ und seine Stabilisierung innerhalb der Zuchtbereiche.
Die Zahl der Klubmitglieder mit Zuchthunden und Zuchtstätten beträgt in der letzten Zeit gegen 200. Registrierte lebende Hunde haben wir derzeit in der Republik gegen 800 Stück.
Von der Qualität unserer Zucht des Tatra-Tschuvatsch spricht unter anderem ihre günstige Beurteilung auf internationalen Ausstellungen (Praha, Brno, Liberec, Bratislava, Leipzig u.a.), und das bei starker ausländischer Konkurrenz.

Haarkleid: Slovenský Cuvac

Haar:
Mit Ausnahme des Kopfes und der Gliedmaßen bildet die Behaarung einen dichten Pelz, ohne Scheitel am Rücken und ohne Fransen an der Rute und hinter den Oberschenkeln. Die Rüden haben eine auffallende Mähne. Am Kopf und an den Läufen ist das Haar kurz und anliegend, an den Hinterseiten der Läufe etwas länger.
Vom Ohransatz an geht das Haar nach hinten in die Mähne über. Im Fell werden die Wollhaare von den Langhaaren vollständig verdeckt. Die letzteren sind 5 - 15 cm lang, in der Mähne am stärksten, anderswo mäßig gewellt und bilden am Rücken mehrere Wellen, die in der Querrichtung zusammenhängen. Einzelne Wellen und ein unzusammenhängendes Fell sind unerwünscht. Bedingungen ist eine zusammenhängende, lockere Behaarung. Die Wollhaare sind fein und reichen in dichter Lage zur Hälfte oder zu zwei Dritteln der Langhaare. Im Sommer fallen die Wollhaare aus, das Fell verliert an Dichte, behält aber infolge Wellung der Langhaare seine Luftigkeit das ganze Jahr und bildet keinen Scheitel am Rücken.

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