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Sloughi

Der Sloughi ist seit Jahrhunderten in Nordafrika heimisch. In Marokko, für den Standard verantwortliches Land, ist er zur Zeit in größerer Zahl vorhanden. Er kommt nur kurzhaarig vor. Der Sloughi ist eine sehr alte orientalische Windhundrasse. Seine Heimat ist Nordafrika, und zwar die Länder des Maghreb: Marokko, Algerien und Tunesien. Seine Vorfahren sind schon auf den ägyptischen Wandreliefs aus der Zeit vor dreitausend Jahren dargestellt. Noch ältere Zeugnisse von glatthaarigen hängeohrigen Windhunden stammen aus der Blütezeit der mesopotamischen Kultur. Auch auf historischen Mosaiken Nordafrikas aus der Zeit um Christi Geburt sind Windhunde bei der Jagd auf afrikanisches Wild verewigt. Der Sloughi ist von seiner Tradition her der Jagdgefährte des Beduinen und neben Reitpferd und Dromedar sein wertvollster Besitz. Er ist hart und ausdauernd, Entbehrungen gewohnt, wie alle Wüstenbewohner. Bedeutende Scheichs unterhielten große Sloughi-Zuchten. Die Sloughis wurden im Sattel vor den Reitern sitzend mit auf die Jagd genommen, begleitet von abgerichteten Falken. Der französische General Daumas hat in seinen Büchern über die Sahara auch viel von der Sloughi-Tradition überliefert von der aufmerksamen Behandlung die er erfährt, und von welch hohem Wert er ist, wenn er durch Jagen die Familie ernährt. Noch heute hat sich die ideelle Wertschätzung des Sloughis in Nordafrika erhalten, wo er im Gegensatz zu anderen Hunden als rein gilt. Im Arabischen wird er als el hor,d.h. der Edle bezeichnet. Allerdings haben fortschreitende Zivilisation und regionale Jagdverbote die praktischen Lebensbedingungen des Sloughis verändert. Nur fernab der Städte und Touristen-Mekkas wird in den unzugänglichen Landesteilen die Sloughi-Tradition noch nach der alten Weise gepflegt.

Sloughi

Ursprungsland
Marokko
Standardnummer
188
Widerristhöhe
Rüden: 66 - 72 cm; Hündinnen: 61 - 68 cm
Verwendung
Jagd auf Sicht
FCI-Gruppe 10
Windhunde
Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde. Ohne Arbeitsprüfung, Rennlizenz.

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Beschreibung: Sloughi

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Durch sein Aussehen, die Feinheit seiner Gewebe und die Trockenheit seiner Muskulatur ist seine Gesamterscheinung die eines sehr rassigen und eleganten Hundes.

VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN):
Der Sloughi ist ein idealer und zärtlicher Familienhund und angepasster Hausgenosse. Er schließt sich dem Menschen sehr eng an und ist seinem Herrn treu. Bei seinem Kontaktbedürfnis wäre eine Zwingerhaltung fehl am Platz, es sei denn, es handelte sich um einen zeitlich begrenzten Aufenthalt zusammen mit Artgenossen.
Freunde der Familie und willkommene Besucher werden mit Freudenbezeugungen begrüßt. Kleine Kinder behandelt der Sloughi in der Regel mit Geduld und Nachsicht (kluge Eltern werden dem Hund dabei natürlich eine ungestörte Ruhemöglichkeit erhalten). Der Sloughi verschenkt seine Zuneigung aber nicht wahllos. Er hat ein feines Gespür für die Haltung und Einstellung von Menschen. Springt die Sympathie bei Fremden nicht über, vermag der Sloughi gleichgültig bis reserviert zu bleiben. Bei Gelegenheit kann der Sloughi durchaus wachsam sein und, wenn es darauf ankommt, zum Schutze des Eigentums seines Herrn oder seiner selbst in Verteidigungsposition gehen.
Durch ihre ruhige und gelassene Art und ihre Sauberkeit sind Sloughis problemlos und angenehm in der Wohnung zu halten. Sloughis sind von sich aus reinlich und putzen ihr kurzes Fell in Katzenmanier. Intensiver menschlicher Kontakt ist wichtig für die Entwicklung des Sloughis. Kommandoton und Dressur passen keinesfalls zu seinem Wesen. Dennoch kann sich der Besitzer an die allgemein gültigen Grundregeln im Umgang mit Hunden, wie sie in guten Hundebüchern vermittelt werden, halten. Jeder junge Hund hat in seiner neuen Umgebung auch einiges zu lernen und das kann man mit dem richtigen Ton zum richtigen Zeitpunkt und mit Belohnung erreichen. Geduld und Konsequenz ist die Zauberformel (wobei Konsequenz nicht mit Härte und Geduld nicht mit antiautoritärer Erziehung zu verwechseln ist). Richtig behandelt bewahrt der Sloughi seinen Stolz und seine Persönlichkeit und der Besitzer seine Autorität.
Was die Fütterung angeht, verlangt der Sloughi nichts Außergewöhnliches. Eingedenk seiner Herkunft sollte man eher darauf achten, ihn nicht zu kalorien- und eiweißreich zu ernähren. Die Pflege ist bei seinem kurzen, sauberen Fell kein Thema. Man kann gelegentlich mit einem Noppenhandschuh oder feuchten Leder über Hals und Rücken streifen.

Geschichte: Sloughi

Der Sloughi ist seit Jahrhunderten in Nordafrika heimisch. In Marokko, für den Standard verantwortliches Land, ist er zur Zeit in größerer Zahl vorhanden. Er kommt nur kurzhaarig vor. Der Sloughi ist eine sehr alte orientalische Windhundrasse. Seine Heimat ist Nordafrika, und zwar die Länder des Maghreb: Marokko, Algerien und Tunesien. Seine Vorfahren sind schon auf den ägyptischen Wandreliefs aus der Zeit vor dreitausend Jahren dargestellt. Noch ältere Zeugnisse von glatthaarigen hängeohrigen Windhunden stammen aus der Blütezeit der mesopotamischen Kultur. Auch auf historischen Mosaiken Nordafrikas aus der Zeit um Christi Geburt sind Windhunde bei der Jagd auf afrikanisches Wild verewigt. Der Sloughi ist von seiner Tradition her der Jagdgefährte des Beduinen und neben Reitpferd und Dromedar sein wertvollster Besitz. Er ist hart und ausdauernd, Entbehrungen gewohnt, wie alle Wüstenbewohner. Bedeutende Scheichs unterhielten große Sloughi-Zuchten. Die Sloughis wurden im Sattel vor den Reitern sitzend mit auf die Jagd genommen, begleitet von abgerichteten Falken.
Der französische General Daumas hat in seinen Büchern über die Sahara auch viel von der Sloughi-Tradition überliefert von der aufmerksamen Behandlung die er erfährt, und von welch hohem Wert er ist, wenn er durch Jagen die Familie ernährt.
Noch heute hat sich die ideelle Wertschätzung des Sloughis in Nordafrika erhalten, wo er im Gegensatz zu anderen Hunden als rein gilt. Im Arabischen wird er als el hor,d.h. der Edle bezeichnet. Allerdings haben fortschreitende Zivilisation und regionale Jagdverbote die praktischen Lebensbedingungen des Sloughis verändert. Nur fernab der Städte und Touristen-Mekkas wird in den unzugänglichen Landesteilen die Sloughi-Tradition noch nach der alten Weise gepflegt.

Haarkleid: Sloughi

Sehr kurz, dicht und fein.
Anerkannt sind drei Farben: sandfarbig (von hellsand über rot bis rußig, in allen Schattierungen, wie auch der Wüstensand), schwarz mit sandfarbenen bzw. gestromten Abzeichen (genannt schwarzer Mantel) und gestromt. Sehr charakteristisch ist die schwarze Maske, das ist die schwarze Zeichnung im Gesicht des Sloughis.

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