Podenco Ibicenco

Podenco Ibicenco

Ursprungsland
Spanien
Standardnummer
89
Widerristhöhe
Rüden: 66 - 72 cmHündinnen: 60 - 67 cm
Verwendung
Der Podenco Ibicenco wird hauptsächlich zur Kaninchenjagd ohne Flinte, bei Tag und bei Nacht verwendet. Dank seines überaus feinen Geruchsinnes, dessen er sich zusammen mit dem Gehör mehr bedient als der Sicht, spürt und jagt er die Kaninchen auch an sehr dicht bewachsenen Stellen mit Leichtigkeit auf.
FCI-Gruppe 5
Spitze und Hunde vom Urtyp
Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 7 Urtyphunde zur jagdlichen Verwendung. Ohne Arbeitsprüfung.

Beschreibung: Podenco Ibicenco

Charakter/Wesen:
Im Unterschied zu den klassischen Windhunden, die reine Sichtjäger sind, jagen Podencos mit drei Sinnen. So kombiniert der Podenco Ibicenco seine Augen (Sicht) mit seiner Nase (Geruch) und seinen Ohren (Gehör). Die Kombination dieser Sinne macht ihn zu einem perfekten Jagdhund. In der Regel wird ohne Schusswaffe gejagt, d.h. die Hunde arbeiten selbstständig. Dieses selbständige Arbeiten führt bei den hier lebenden Hunden, von denen viele über verschiedene Tierschutzorganisationen nach Deutschland vermittelt wurden, häufig zu Problemen, wenn die jagdliche Passion der Rasse im freien Gelände unterschätzt wird. Um das große Laufbedürfnis der Rasse zu befriedigen, sollte man gezielt nach sicheren Gebieten suchen, in denen Freilauf möglich ist.

Der Podenco Ibicenco verhält sich im Haus sehr ruhig und sanft. Gegenteilig dazu ist das Verhalten beim Spaziergang: Ein immer engagierter Jagdhund, schnell, ausdauernd und ausgesprochen aufmerksam. Bedingt durch die leistungsorientierte Selektion in seiner Heimat ist er sehr zäh und belastbar. Auf fremde Menschen reagiert er introvertiert und distanziert, in unbekannten Situationen weicht er eher zurück und reagiert vorsichtig.

Wie andere kurzhaarige Windhunde ist der Podenco Ibicenco pflegeleicht und hat kaum Eigengeruch. Er liebt ein kuscheliges Plätzchen im Haus oder ein Sonnenbad im Garten.

Geschichte: Podenco Ibicenco

Diese Rasse stammt aus den Baleareninseln Majorka, Ibiza, Minorka und Formentera, wo sie unter dem ursprünglichen Namen "Ca Eivissec" bekannt ist.
Sie ist auch in Katalonien, um Valencia, im Roussillon und in der Provence stark verbreitet, wo sie die Namen Mallorqui, Xarnelo, Mayorquais, Charnegue, Charnegui und Balearen-Hund trägt.
Wahrscheinlich sind diese Hunde durch die Phönizier, die Karthaginienser und eventuell auch durch die Römer auf diese Inseln gebracht worden. Es handelt sich um einen typisch primitiven und robusten Vertreter einer der ältesten noch erhaltenen Rassen. Abbildungen dieser Hunde finden sich in Gräbern von Pharaonen und auf Museumsgegenständen, womit die Existenz dieser Rasse bereits im Jahre 3400 v.Chr. nachgewiesen ist.

Haarkleid: Podenco Ibicenco

Glatthaar, Rauhhaar oder Langhaar.
Glatthaar: Soll nicht seidig, jedoch kräftig und glänzend sein.
Rauhhaar: Soll hart und sehr dicht sein; etwas kürzer auf dem Kopf und an den Ohren, etwas länger an der Hinterseite der Keulen und an der Unterseite der Rute; ein Bart ist sehr geschätzt;
das Langhaar ist weicher und soll mindestens eine Länge von 5 cm aufweisen; der Kopf ist sehr dicht behaart.
Bevorzugt werden die Farben weiß und rot, auch einfarbig weiß oder rot. Rauhaarige falbfarbene Hunde werden ebenfalls zugelassen.

Ausführliche Informationen zu Ernährung, Erziehung, Gesundheit und vielen anderen Themen rund um den Hund finden Sie auf www.partner-hund.de

Partner

Top