Podenco Canario

Details
Züchter mit Welpen

Podenco Canario

Ursprungsland
Spanien
Standardnummer
329
Widerristhöhe
Rüden: 55-64 cm, Hündinnen: 53-60 cm (+/- 2 cm)
Verwendung
Der Podenco Canario wird zur Kaninchenjagd gebraucht und passt sich vorzüglich unter Verwendung seiner hervorragenden Nase, seines Auges und seines Ohres an die unregelmässige Bodenbeschaffenheit an. Er erträgt ohne weiteres die Hitze und ist im Stande, vom Morgengrauen an bis zum Einbruch der Nacht zu jagen. Dank seines Geruchsinnes und seines Gehörs kann er das Vorhandensein von Kaninchen in der Tiefe der natürlichen Bodenspalten, in den Mauerritzen, in den Steinhaufen längs der gepflügten Felder, in den rohrartigen Gängen vulkanischer Herkunft und in stacheligen Sträuchern feststellen. Sein aussergewöhnliches Überleben verdankt der Podenco Canario zweifellos seinen jagdlichen Fähigkeiten, welche ihn über Jarhunderte zu einem unentbehrlichen Helfer gemacht haben. Er ist in erster Linie ein Fährtenhund, der während der Nasenarbeit weder bellen noch die Beute greifen soll. Er eignet sich auch zur kombinierten Jagd mit Frettchen, eine auf den Inseln erlaubte Jagdart. Er fängt normalerweise die Kaninchen im Fang.
FCI-Gruppe 5
Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion 7 Urtyp, Hunde zur jagdlichen Verwendung. Ohne Arbeitsprüfung.

Beschreibung: Podenco Canario

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Es handelt sich um einen Hund mittlerer Grösse, von länglichem Körperbau, schlank, leicht gebaut und äusserst widerstandsfähig. Das Knochengerüst ist gut entwickelt. Das Fehlen jeglichen Unterhautfettgewebes erlaubt es, das Relief des Rippenkorbes, die Wirbelsäule und die Hüftknochen zu erkennen. Die Muskulatur ist in hohem Grade entwickelt, trocken. Die Muskelkontraktionen sind durch die Haut sichtbar.

VERHALTEN/CHARAKTER(WESEN):
Mutig, nervig, unruhig, feurig und dynamisch, imponierend, aber keineswegs aggressiv. Seinem Herrn bedingungslos ergeben, verrichtet er unentwegt und ohne Anzeichen von Müdigkeit die härteste Tagesarbeit. Wird das große Laufbedürfnis des Podenco Canario täglich genügend berücksichtigt, verhält er sich im Haus ruhig. Er ist dann ausgeglichen und kann stundenlang eng zusammengerollt zufrieden in seinem Körbchen schlafen. Jeder, der sich für einen solchen Hund entscheidet, muss sich jedoch im Klaren sein, dass sein jagdlicher Ursprung bedeutet, dass er auch bei bestem Gehorsam in unserer beengten Umwelt nicht immer und überall ohne Leine laufen kann. Gerade bei Hunden mit unbekannter Vorgeschichte muss man vorsichtig erkunden, wie ausgeprägt ihre jagdliche Motivation ist. Auf jeden Fall muss man gezielt nach Gebieten suchen, in denen auch bei der Instinktlage und dem Bewegungsradius des Podenco Canario Freilauf möglich ist und das Risiko dennoch gering bleibt.

Geschichte: Podenco Canario

Über die Geschichte des Podenco Canario ist nur wenig bekannt. Der Blick in den erst 1987 in Kraft gesetzten Rassestandard der FCI ist in dieser Beziehung wenig hilfreich: Der "kurze geschichtliche Abriss" schreibt dem Podenco Canario zwar ein Alter von ca. 7000 Jahren zu, bezeichnet ihn als einen Hund altägyptischer Herkunft und macht Phönizier, Karthager, Griechen und die Ägypter selber für seine Einfuhr verantwortlich. An Belegen hierfür fehlt es jedoch vollkommen.

Gesichert erscheint mittlerweile, dass die Kanarischen Inseln zur Zeit der Antike in mehreren Einwanderungswellen vom nordwestlichen Afrika aus besiedelt wurden. Die Guanchen, wie sich diese ersten Siedler nannten, waren Verwandte der heutigen Berber; viele kanarische Ortsnamen weisen noch heute Parallelen zu Ortsbezeichnungen in Marokko und Algerien auf. Der Name "Islas Canarias" bedeutet so viel wie "Hundeinseln"; eine Bezeichnung, die der römische Autor Plinius der Ältere in einem Bericht über eine Expedition des libysch-maurischen Königs Juba II. um 25 v. Chr. geprägt hat. Es ist jedoch nicht überliefert, welche Art von Hunden die Guanchen hielten. Da das Wildkaninchen erst nach der Inbesitznahme der Inseln durch Spanien im 15. Jahrhundert auf die Kanaren gelangte, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass der Podenco Canario in der heutigen Form bereits vor der spanischen Kolonisation existierte. Möglicherweise ist die Rasse das Resultat einer Vermischung eingeführter Podencos vom spanischen Festland bzw. von den Balearen mit den bereits auf den Inseln vorhandenen Hunden der Guanchen und es gibt wenig Grund anzunehmen, dass sich unter letzteren nicht auch Hunde des mittelgroßen, stehohrigen Pariatyps mit gelblicher bis roter Fellfarbe befunden haben, die man in vielen Regionen rund um das Mittelmeer sowie in weiten Teilen Afrikas antrifft, und die auch bei der Entstehung der anderen mediterranen Rassen Pate gestanden haben dürften.

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