Jura Laufhund

Details
Züchter mit Welpen

Jura Laufhund

Ursprungsland
Schweiz
Standardnummer
59
Widerristhöhe
Rüden : 49-59 cm, Hündinnen: 47-57 cm
Verwendung
Brackenschlag, welcher spurlaut die Hasen, das Reh, den Fuchs und gelegentlich das Wildschwein jagt. Er jagt selbständig. Er sucht und sticht mit großer Sicherheit auch in schwierigem Gelände.
FCI-Gruppe 6
Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
Sektion 1.2 Mittelgrosse Laufhunde. Mit Arbeitsprüfung.

Beschreibung: Schweizer Laufhund (Jura Laufhund)

Solojäger und Meutenhund. Der Berner Laufhund ist eine von insgesamt vier Varietäten der Schweizer Laufhunde - alle mit denselben jagdlichen Eigenschaften, aber völlig verschiedenen Farben. Außer ihm gehören der Luzerner Laufhund, der Jura Laufhund und der Schwyzer zu dieser Gruppe.


Die Persönlichkeit des Berner Laufhundes

Außerhalb der Jagd begeistert der Berner Laufhund als angenehmes, sauberes Familienmitglied. Er bindet sich eng an seine Zweibeiner, genießt Sozialkontakte und schätzt einfühlsame Menschen.


Vorlieben, Erziehung und Pflege des Berner Laufhundes

Der Berner Laufhund ist lebhaft und passioniert. Seine Empfindsamkeit wird ebenso positiv bewertet wie seine Leichtführigkeit und Anhänglichkeit gegenüber dem Hundeführer. Wenn er einer Fährte folgt, fallen die fließenden, raumgreifenden Bewegungen auf – wie auch der gute Schub aus der Hinterhand. Kraft, Ausdauer und Temperament sind zu spüren, wobei seine feine Nase sehr an die Fährte gebunden ist. Groß- und Kleinwild wird gleichermaßen mit tiefem Fang gejagt. Hohe Nasen sind atypisch für die Berner, deren Jagdpassion so unermüdlich ist, dass der Hundeführer Übertreibungen des Hundes schon im Vorfeld abwenden sollte. Ansonsten verfolgt der Laufhund das Wild solange bis er es selbst einfängt. Die Suche mit Fleiß ist erwünscht, jedoch sollte der Hund – außer beim Einsatz in der Meute – stets in der Hand seines Führers bleiben.

Während Berner Laufhunde in ihrer Heimat überwiegend als Solojäger auf Reh, Fuchs und Hase Verwendung finden, gibt es in der Westschweiz auch Saujagden mit Laufhunden. In Frankreich und Italien sieht man die langohrigen Eidgenossen eher in der Meute auf Hase, Wildschwein und Reh.
In der Schweiz werden die pflegeleichten Berner überwiegend zur Patent- und zur Revierjagd eingesetzt. Bei der Patentjagd bilden in der Regel drei bis sechs Jäger eine Jagdgruppe. Sie verteilen sich auf die unterschiedlichen Stände und schnallen die Hunde zu einem zuvor vereinbarten Zeitpunkt gleichzeitig. Das fördert das selbständige Suchen jedes einzelnen Hundes und auch das Verfolgen von Hase oder Reh als Solojäger. Damit die Jagd erfolgreich verläuft, muss der Jäger wissen, welchen Weg das Wild einschlagen wird, damit er es mit einem Schrotschuss aus einer Distanz von maximal 30 Metern erlegen kann.
Bei einer Revierjagd gibt es große Gruppen von bis zu 30 Jägern. Der Jagdleiter verteilt die Jäger auf verschiedene Stände, während ein Jäger mit allen Hunden in den Trieb geht, um schließlich alle Hunde gleichzeitig zu schnallen. Hierbei muss der Jagdleiter wissen, wie das Wild flüchtet und dementsprechend die Stände der Jäger verteilen. Bei der Revierjagd werden Hase, Reh und manchmal auch Fuchs aus einer Distanz von maximal 30 Metern mit einem Schrotschuss erlegt.


So sieht der Berner Laufhund aus

Die Schweizer Laufhunde gleichen sich weitgehend und haben denselben offiziellen Standard. Lediglich die Farben weichen voneinander ab. Der Berner Laufhund ist weiß mit schwarzen Flecken und lohfarbenen Abzeichen. Der Luzerner Laufhund fällt durch sein blaues, stark gesprenkeltes Haarkleid auf. Der Jura Laufhund ist lohfarben mit schwarzem Sattel. Den Schwyzer macht die weiße Grundfarbe mit orangen Flecken unverkennbar. Die Körpergröße darf 59 Zentimeter (Rüden) nicht überschreiten. Somit sind die mittelgroßen Chiens Courants Suisses, wie sie in Frankreich heißen, durchaus eindrucksvoll, aber nicht von unhandlichem Ausmaß.


Die Herkunft des Berner Laufhundes

Der Einsatz von Schweizer Laufhunden hat eine lange Tradition. Schon im 18. Jahrhundert jagten die Franzosen begeistert mit ihnen. Damit schließt sich der Kreis: Französische Laufhunde, die mit Söldnern in die Schweiz gelangten, trugen zur Entstehung der fünf bemerkenswerten Schweizer bei. Eingekreuzt wurden vermutlich der Ariégeois, der Petit Gascon-Saintongeois, der Petit Bleu de Gascogne und der Porcelaine – allesamt hochkarätige Jagdhunde mit einer unverwechselbaren nostalgischen Optik.
Zum einen ist es wohl dieser unnachahmliche Hauch von Nostalgie, der die Schweizer Laufhunde umgibt und sie so unverwechselbar macht... - diese noblen Gesichtszüge und ellenlangen Ohren. Zum anderen ist es ihre hohe jagdliche Passion, die vor allem bei der spurlauten Jagd auf Hase, Reh, Fuchs und – in Meuten von 20 bis 25 Hunden - sogar auf Wildschweine überzeugt. Schweizer Laufhunde jagen ansonsten selbstständig, suchen und stechen mit großer Sicherheit – auch in anspruchsvollem Gelände.

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