Golden Retriever

Golden Retriever

Ursprungsland
Grossbritannien (UK)
Standardnummer
111
Widerristhöhe
Rüden: 56-61 cm, Hündinnen: 51-56 cm
Gewicht
ca. 34-40 Kg
Verwendung
Apportierhund für die Flintenjagd.
FCI-Gruppe 8
Apportierhunde - Stöberhunde - Wasserhunde
Sektion 1 Apportierhunde. Mit Arbeitsprüfung.

Beschreibung: Golden Retriever

Sein Fell glänzt in der Sonne wie flüssiges Gold. Die dunklen Augen blicken freundlich aus dem hübschen Gesicht. Fröhlich schwingt die gut befederte Rute hin und her. Typisch Golden Retriever, denn Schönheit und ein aufgeschlossenes Wesen gehen bei ihm Hand in Hand.


Die Persönlichkeit des Golden Retrievers

Er gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Hunderassen überhaupt. Er begeistert Familien, Jäger, Dienst- und Rettungshundeführer zugleich. Golden Retriever wollen gefordert werden. Umso abwechslungsreicher das Tagesprogramm verläuft, desto besser. Immerhin ist der Golden eigentlich ein passionierter Jagdhund, der bei der Enten- und Niederwild-Jagd zu den besten Apporteuren seiner Zunft gehört.


Vorlieben, Erziehung und Pflege des Golden Retrievers

Seine ursprüngliche Aufgabe ist die Arbeit nach dem Schuss. Also das sanfte Aufnehmen, Bringen und Abgeben des erlegten Wilds. Hinzu gesellen sich Finderwillen, ein ausgezeichnetes Näschen und eine ausgeprägte Wasserfreude.

Alle Eigenschaften, die den Spezialisten für die Niederwild- und Wasserjagd auszeichnen, prädestinieren ihn für viele andere Bereiche: So überzeugen Golden Retriever als Rettungs- und Blindenführhunde, leisten Großes als Sprengstoff- und Rauschgiftsuchhunde und brillieren als Assistenz- und Anfallwarnhunde. Ein reiner Familien-Golden lässt sich bestens mit Dummyarbeit auslasten. Beim Dummytraining werden verschiedene jagdliche Situationen improvisiert, bei denen Aufmerksamkeit, Steadiness – also Standruhe – und Eigeninitiative zählen. Hierbei ist er übrigens deutlich zu sehen, der legendäre Will to Please, der Wunsch, dem Menschen zu gefallen. Diese Freundlichkeit ist es auch, die den Golden Retriever zu einem hervorragenden Familienhund macht. Sein Fell sollte regelmäßig gebürstet werden.


So sieht der Golden Retriever aus

Natürlich ist es zum einen die Schönheit des Golden Retrievers, die ihn so unwiderstehlich macht. Das lange, cremefarbene bis dunkelgoldene Fell ist ein Blickfang. Der proportionierte, wohl geformte Kopf und der harmonische Körperbau sind gefällig. Der kräftige, breite, tiefe Fang ist beeindruckend. Aber das Eigentliche, das Ausschlaggebende, das den Golden auszeichnet, ist sein wunderbares Wesen. Die Fröhlichkeit des lebhaften Hundes ist ansteckend. Dabei ist er weder aufdringlich noch nervig. Trotz aller Lebhaftigkeit bewahrt sich der sportliche Charmeur ein ausgeglichenes Temperament. Wobei Hunde, die aus Arbeitslinien stammen, meist deutlich mehr Temperament zeigen als Retriever aus auf Ausstellungen fokussierten Linien. Und es gibt hier noch mehr Unterschiede: So variiert die Fellfarbe der jagdlich orientierten Field Trial-Linien eher von Gold bis Dunkelgold, während die Showlinien mit Creme bis Light Golden bestechen. Die einen sind athletisch, drahtig und schlank, was ihnen bei jagdlichen Aufgaben zugute kommt. Die anderen ziehen mit einem massiven, kräftigen Kopf, einem schweren, kompakten Körperbau und kürzeren Beinen die Blicke der Zuchtrichter auf sich. Die Funktionalität des Golden Retrievers wird von einem voll und ganz auf Effizienz ausgerichteten Körperbau unterstützt: Der tiefe Brustkorb und die tiefen, gut gewölbten Rippen ermöglichen eine ungestörte Atmung bei großer körperlicher Belastung. Da der Oberarm gleich lang ist wie das Schulterblatt, sind die Läufe gut unter den Rumpf gestellt, was auch in schwierigem Gelände die Trittsicherheit erhöht. Gut anliegende Ellenbogen und gut gewinkelte, tief angesetzte Sprunggelenke ermöglichen ein kraftvolles Gangwerk mit viel Schub.


Die Herkunft des Golden Retrievers

Der Ursprung des Golden Retrievers liegt in Neufundland. Dort florierte im 19. Jahrhundert der Fischhandel und damals beobachteten britische Seeleute einen faszinierenden Hundeschlag, der Bootsleinen aus dem kalten Wasser zog und sogar Fische apportierte. Die wasserfreudigen und wetterfesten Vierbeiner begeisterten die Engländer so, dass sie einige mit in ihre Heimat nahmen. Dort verpaarten sie die inzwischen ausgestorbenen St. John’s-Hunde, die Kleinen Neufundländer, mit britischen Jagdhunderassen wie dem Irish Red Setter. So entstanden die Wavy Coated Retriever in verschiedenen Farben. Bis schließlich, im Jahr 1864, Lord Tweedmouth loszog und einen gelben Wavy Coated Retriever, namens Nous, von einem Schuhmacher in Brighton erwarb. Der war zuvor von einem Wildhüter in Zahlung gegeben worden. Der jagbegeisterte Hundeliebhaber, der einen ausgemachten Faible für gelbe Farbschläge hatte, verpaarte Nous mit der Tweed-Water-Spaniel-Hündin Belle, deren Rasse inzwischen ausgestorben ist. Die Verpaarung von Nous und Belle gilt als Beginn der gezielten Golden-Retriever-Zucht. Die Anerkennung durch den English Kennel Club erfolgte 1913. Die Eintragung des ersten Wurfes beim VDH erfolgte 1962.

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