Afghanischer Windhund

Afghanischer Windhund

Ursprungsland
Afghanistan
Standardnummer
228
Widerristhöhe
Rüden: 68-74 cm, Hündinnen: 63-69 cm
Verwendung
Windhund
FCI-Gruppe 10
Windhunde
Sektion 1: Langhaarige oder befederte Windhunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Beschreibung: Afghanischer Windhund

Er ist ein Hingucker. Der Afghanische Windhund zieht schon aufgrund seiner stolzen Ausstrahlung alle Blicke auf sich. Das prächtige Haarkleid, das den im federnden Trab dahingleitenden Hund zu umfließen scheint, macht den Rest.


Die Persönlichkeit des Afghanischen Windhundes

Stolz und Würde strahlt der Afghanische Windhund aus wie kaum ein anderer Vierbeiner. Wenn er einen anschaut, scheint er durch einen hindurch zu blicken. Afghanen sind eben vor allem mit sich selbst beschäftigt. Wobei sie durchaus neugierig sind, Fremden aber eher mit Zurückhaltung begegnen. Familienanschluss ist ihnen wichtig und auch andere im Haushalt lebende Tiere akzeptiert der elegante Jagdhund in der Regel. Das gilt jedoch nicht für Tiere, die außerhalb der eigenen Familie leben. So temperamentvoll Afghanische Windhunde draußen sind, so ruhig und angenehm verhalten sie sich im Haus.

Vorlieben, Erziehung und Pflege des Afghanischen Windhundes

Wenn es eine Vorliebe des Afghanischen Windhundes gibt, dann ist es die Jagd. Hinzu gesellt sich eine ausgeprägte Lauffreude, der man am besten mit einer Mitgliedschaft in einem Rennverein begegnet. Dort kann der pfeilschnelle Jäger nach Herzenslust laufen oder sich beim Coursing vergnügen. Ansonsten ist es schwierig mit dem Freilauf. Zumal sich ein Afghanischer Windhund nicht wirklich erziehen lässt. Auf einen sicheren Rückruf ist kein Verlass, weshalb verantwortungsvolle Afghanen-Halter ihre Hunde nicht auf ungesichertem Gelände von der Leine lassen.
Mit viel persönlichem Einsatz, Geduld, Konsequenz, Ruhe, Beharrlichkeit und dem erforderlichen Maß an Strenge gehorcht ein Afghane irgendwann mehr oder weniger. Zuviel Druck bringt nichts, der macht aus der stolzen Persönlichkeit einen ängstlichen Vierbeiner.

Ebenso anspruchsvoll wie die Erziehung ist seine Pflege. Das lange, feine Haar bedarf täglicher Aufmerksamkeit. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, weil ansonsten Entzündungen drohen. Das gilt auch für die Zähne, denn manche Afghanen neigen vermehrt zu Zahnstein.

So sieht der Afghanische Windhund aus

Afghanische Windhunde sind unübersehbare Erscheinungen. Mit ihrem langen Haarkleid wirken sie, als trügen sie Hosen. Zumindest ausgewachsene Rassevertreter, denn Junghunde bezaubern mit wolligem, kurzen Fell. Kurzes, glattes Haar gibt es allerdings auch beim erwachsenen Hund: am Fang, auf dem Rücken und an der Oberseite der Rute, deren Spitze gekringelt ist. In der fließenden, federnden Bewegung trägt der stolze Orientale die Rute hoch erhoben. Afghanen sind hochläufige Hunde mit einem kraftvollen, schlanken Körperbau. Ihre Umrisse sind quadratisch. Der ausdrucksvolle, schmale Kopf ist mit kräftigen Kiefern ausgestattet. Die Pfoten fallen durch ihre Größe auf. Rüden erreichen eine Größe von 68 bis 74 Zentimetern. Hündinnen 63 bis 69 Zentimeter. Alle Farben sind zulässig.


Die Herkunft des Afghanischen Windhundes

Der Jäger, der nichts vergisst, stammt aus Afghanistan. Dort gibt es seit jeher zwei Schläge, die von der jeweiligen Landschaft geprägt sind, in der die Einzeljäger jagen: Einmal den Windhund des Gebirges, der kleiner, kürzer, breiter, stärker gewinkelt und üppiger behaart ist. Seine Stärken sind seine Kraft, Wendigkeit und sein Sprungvermögen. Dann gibt es den Windhund der Steppen und Hochflächen, der für seine Schnelligkeit berühmt ist. Ein großer, langer, weniger gewinkelter und schwächer behaarter Hund.

Die ersten Afghanischen Windhunde gelangten Ende des 19. Jahrhunderts – trotz strengen Ausfuhrverbots – nach England. 1907 brachte Captain John Barff den Rüden Zardin nach England. Nach diesem qualitativ hervorragenden Hund wurde 1912 der erste Standard erstellt. 1920 sorgte gleich eine ganze Afghanen-Gruppe für Aufsehen in England: Major Bell Murray brachte Hunde aus den ebenen Gebieten Afghanistans nach England und die sahen ganz anders aus als Zardin, der aus dem Gebirge stammte. Die Gruppe bildete die Grundlage der züchterischen Basis für den Steppen- oder Flachlandtyp. 1929 folgte ein Rüde aus dem Zwinger des afghanischen Königs. Sidar of Gazhni, der – wie Zardin – im Gebirgstyp stand. Auch er schrieb Geschichte, denn seitdem existieren die Bezeichnungen Gazhni- oder auch Bergtyp. 1932 gab es die ersten Afghanen auf deutschen Ausstellungen zu sehen. Der erste Eintrag in das Deutsche Windhundezuchtbuch erfolgte 1932 und 1940 trug man dort den ersten Wurf ein.

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