Ein Herz für Hunde: Themenwoche zur Herzgesundheit

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Früherkennung von Herzerkrankung

Die Heilung erworbener Herzerkrankungen ist beim Hund leider nicht möglich.
Umso wichtiger ist es, die Erkrankung rechtzeitig zu therapieren und an einem raschen Fortschreiten zu hindern. An vorderster Stelle der Therapie steht, dem Herzversagen vorzubeugen und das Leben des Hundes bei hoher Lebensqualität zu erhalten.

Daher ist es sinnvoll frühzeitig einen Herzcheck beim Tierarzt durchführen zu lassen.

 

Früherkennung- bevor Symptome sichtbar sind- lohnt sich!

Herzerkrankungen verlaufen in der Regel schleichend. Der Hund wirkt anfänglich augenscheinlich gesund. Zwar sind schon Veränderungen am Herzen nachweisbar, aber sie wirken sich noch nicht auf die Leistungsfähigkeit des Hundes aus, sodass Sie als  Besitzer nicht bemerken können, dass das Herz Ihres Hundes früher oder später Probleme bereiten kann.

Es ist wichtig, die Erkrankung bereits in dieser Phase zu erkennen. Denn Abwarten, bis erste klinische Anzeichen einer Herzerkrankung auftreten, gehört in der Kleintiermedizin mittlerweile der Vergangenheit an. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus Langzeitstudien mit betroffenen Hunden zeigen, dass die ‚Lebenszeit mit guter Lebensqualität‘ deutlich verlängert werden kann. Dafür muss nur in der Phase, in der die Hunde noch völlig gesund erscheinen, aber eine entsprechende Herzproblematik aufweisen, mit der medikamentösen Behandlung begonnen werden. Wird nicht frühzeitig behandelt, schafft es das bereits geschwächte Herz nach einiger Zeit nicht mehr, die Mehrarbeit zu bewältigen.

Besser ist es, bevor es zu den Symptomen kommt, mit dem Hund zu einem regelmäßigen Herzcheck zu gehen. Durch eine frühzeitige Behandlung verlängert sich die Zeit mit guter Lebensqualität. Je nach Ursache kann durch die Gabe von herzkräftigenden Medikamenten im Vergleich zu unbehandelten Hunden die Phase bis zum Einsetzen der Anzeichen eines Herzversagens verlängert werden. Bei einem Klappenfehler zum Beispiel im Mittel um 15 Monate. Es verlängert sich nicht nur die Phase mit guter Lebensqualität, sondern auch die allgemeine Überlebenszeit des Hundes.

Sorgen sie vor

Gehört Ihr Hund einer großwüchsigen Rasse an und ist über 3 Jahre alt oder haben Sie einen kleinen bis mittelgroßen, über 7 Jahre alten Hund? Dann sollten Sie einen regelmäßigen Herzcheck bei Ihrem Tierarzt durchführen lassen. Für die Untersuchung der Herzgesundheit eines Hundes stehen verschiedene Mittel zur Verfügung. In der Regel hören Tierärztin oder Tierarzt das Herz mit einem Stethoskop ab.
Fallen hierbei Unregelmäßigkeiten auf, können unterstützend Röntgenaufnahmen, ein EKG (Elektrokardiogramm) und/oder Ultraschalluntersuchungen zu Hilfe genommen werden. Eine zusätzliche Blutuntersuchung kann ebenfalls wertvolle Hinweise auf eine Herzerkrankungen geben.

 

Warnsignale erkennen

Gleich welche Größe oder Rasse Ihr Hund hat – suchen Sie bitte umgehend eine Tierarztpraxis auf, wenn Sie diese Veränderungen beobachten:

  • verminderte Bewegungsfreude
  • schnelle Ermüdung
  • allgemeine Schwäche
  • Husten bei Freude oder nach Anstrengung
  • erhöhte Atemfrequenz in Ruhe
  • Kurzatmigkeit
  • allgem. Ruhelosigkeit
  • nächtliche Unruhe/ verändertes Schlafverhalten
  • Appetitmangel
  • Ungewöhnlicher Gewichtsverlust/-zunahme

Die Atemfrequenz- ein sensibles und leicht zu messendes Warnsignal

Eine gesteigerte Atemfrequenz ist ein wichtiges Warnsignal. Bereits leichte Veränderungen können Hinweise auf eine Verschlechterung der Herzsituation liefern, deshalb ist es sehr wichtig die Atemfrequenz Ihres Hundes in Ruhe regelmäßig zu kontrollieren.
Während Ihr Hund ruhig liegt oder schläft, zählen Sie die Anzahl der Atemzüge pro Minute. Wenn Sie mehr als 30 zählen, kontaktieren Sie bitte Ihren Tierarzt.
Am besten protokollieren Sie die Ergebnisse in einem Atemtagebuch.
Die regelmäßigen Aufzeichnungen helfen Ihrem Tierarzt, eine Verschlechterung der Herzerkrankung frühzeitig zu erkennen und die Behandlung schnellstmöglich beginnen zu können. Sprechen Sie Ihren Tierarzt auf das Atemtagebuch an. Dieses ist auch als Modul der kostenlosen Vetmedica App erhältlich.

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