Ein Herz für Hunde: Themenwoche zur Herzgesundheit

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Die häufigsten Herzerkrankungen des Hundes

Herzerkrankungen beim Hund sind keine Seltenheit -  jeder zehnte Hund ist von einer Herzerkrankung betroffen. Am weitaus häufigsten kommen dabei Erkrankungen des Herzmuskels und der Herzklappen vor.

Große und sehr große Hunderassen, wie zum Beispiel Doggen, Boxer und Dobermänner neigen dabei zu einer Herzmuskelerkrankung, während kleinere und mittlere Rassen wie Rauhaardackel, Schnauzer und Terrier eher eine Herzklappenerkrankung bekommen.
Herzmuskelerkrankungen treten zum Teil bereits bei jungen Hunden und Hunden mittleren Alters zu Tage.
Herzklappenfehler können dagegen über einen längeren Zeitraum unentdeckt bleiben und erst im mittleren bis hohen Alter durch Verhaltensänderungen erkennbar werden.

Natürlich spielen, wie beim Menschen auch, beim Hund weitere Faktoren wie beispielsweise das Alter und das Körpergewicht eine entscheidende Rolle. Mit steigenden Lebensjahren und jedem überflüssigen Pfund nimmt das Risiko für Herzerkrankungen zu.

Umso wichtiger ist es, seinen Hund gesund zu ernähren, ihm ausreichend Bewegung an der frischen Luft zu bieten und ihn regelmäßig in der Tierarztpraxis zu einer Vorsorgeuntersuchung vorzustellen.

 

So arbeitet das gesunde Herz

In der Lunge wird das Blut mit Sauerstoff angereichert. Das sauerstoffhaltige Blut fließt von der Lunge in die linke Herzhälfte, zuerst in die Vorkammer, dann in die Herzkammer. Von dort wird es mit jedem Schlag des Herzens in den Körper und damit in das Gehirn, die Muskeln und andere wichtigen Organe gepumpt. Das verbrauchte, sauerstoffarme Blut fließt aus dem Körper zurück in die rechte Herzhälfte, erst in die Vorkammer, dann in die Hauptkammer. Mit jedem Herzschlag wird das verbrauchte Blut aus der rechten Herzhälfte in die Lunge gepumpt, wo es mit Sauerstoff angereichert und zurück ins linke Herz geleitet wird. In diesem Kreislauf übernehmen die Herzklappen die Funktion von „Ventilen“. Sie sorgen dafür, dass das Blut in die richtige Richtung fließen kann.

Die Herzklappenerkrankung (Mitralklappenendokardiose)

Bei diesen Herzklappenfehlern entstehen knotige Verdickungen an den Klappenrändern. Durch die Verdickungen können die Klappen nicht mehr vollständig schließen. In der Folge entsteht eine Undichtigkeit und es fließt bei jedem Herzschlag Blut in die falsche Richtung zurück in den Vorhof. Dadurch steht weniger Blut für den Körperkreislauf zur Verfügung.
Es kommt zum Rückstau des Blutes vor dem Herzen mit den typischen Symptomen der Herzerkrankung wie beispielsweise Husten und/oder Atemnot.
Die Herzklappenerkrankung entwickelt sich schleichend über einen längeren Zeitraum.

Herzmuskelerkrankung (Dilatative Kardiomyopathie -DCM)

Eine Schwäche und Vergrößerung des Herzmuskels, wie sie für die großen Hunderassen typisch ist, kann bereits beim relativ jungen Hund vorkommen. Im Verlauf der Erkrankung werden die muskulösen Herzwände dünner; das Herz ist regelrecht „ausgeleiert“ und kann das Blut nicht mehr ausreichend weiterbefördern.

Die Krankheitsanzeichen treten dann plötzlich auf, dem Hund geht es meist innerhalb weniger Wochen oder Monate immer schlechter. Treten bei einem großen Hund erste Anzeichen für eine Herzerkrankung wie beispielsweise allgemeine Schwäche, mangelnde Lebensfreude, schnelle Ermüdung, Kurzatmigkeit, nächtliche Unruhe bzw. allgemeine Ruhelosigkeit oder Husten bei Freude und/oder nach Anstrengung auf, so ist Eile geboten, um das weitere Fortschreiten des Leidens möglichst früh und effektiv aufzuhalten.

Morgen erfahren Sie mehr zum Thema Früherkennung von Herzerkrankungen.

 

 

 

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