Tervueren
Der langhaarige Belgier vereint Kraft mit Eleganz

Tervueren

Anzeige

Seine ausdrucksstarke Maske ist unverkennbar und auch das Farbspiel des üppigen Haarkleids macht den Tervueren einzigartig. Hinzu gesellen sich hochkarätige Rasseeigenschaften, die Hundesportler ebenso glücklich machen wie Schäfer, wobei das Familienleben bei diesem einfühlsamen und zugleich wachsamen Vierbeiner auch keinesfalls zu kurz kommen darf.

Der Tervueren ist eine von insgesamt vier anerkannten Varietäten des Belgischen Schäferhundes und zugleich die zweite langhaarige Variante — neben dem rein schwarzen Groenendael. Der elegante Belgier verfügt nicht nur über ein üppiges Haarkleid mit dichter Unterwolle, das ihn nicht nur für Outdoor-Aktivitäten geradezu prädestiniert, sondern auch nur minimalen Eigengeruch hat. Der rotbraune Hund mit der markanten schwarzen Maske und dem rassetypischen Kragen vereint Sportlichkeit mit einem freundlichen Wesen, was den empfindsamen Vierbeiner zu einem vielseitig einsetzbaren Familienhund macht.

Ein Leben mit engem Familienanschluss, sportliche Aktivitäten z.B. auf dem Agilityplatz, im Breitensport, beim Hüten oder als Rettungshund sind ganz nach dem Geschmack des Hundes, der seine Energie am liebsten draußen im Freien entfaltet. Im Haus verhält sich ein ausreichend ausgelasteter und zufriedener Tervueren hingegen ruhig und zeigt auch gerne seine sanfte Seite. Ein Haus mit Garten oder ein ländliches Domizil sind sicherlich ideal für den agilen Belgischen Schäferhund. Dennoch spricht nichts gegen eine Wohnungshaltung, wenn für ausreichend körperliche und geistige Beschäftigung gesorgt ist.

Fotos: © DKBS

Feines Gespür

Tervueren sind anpassungsfähige, lernfreudige aber auch empfindsame Hunde mit einem feinen Gespür für ihre Umwelt. Ihnen entgeht nichts und sie nehmen Stimmungsschwankungen ihrer Bezugspersonen deutlich wahr. Ihre Spontanität ist dabei ebenso eindrucksvoll wie ihre Instinkte, die sogar Stoffwechselstörungen bei kranken Menschen erkennen und anzeigen können. Ein freundliches Wesen vereint sich beim Belgier mit Lebhaftigkeit und Temperament. Die Spielfreude des Tervueren bleibt häufig bis ins hohe Alter erhalten, was auch für seine angeborene Neugierde gilt zutrifft. Deshalb gilt in der goldenen Lebensphase: Ein Tervueren steht mit allen vier Pfoten mitten im Leben und das auch als Seniorhund!

Spätentwickler mit Köpfchen

Da Tervueren kluge und sensible Hunde sind, die über ein ausgeprägtes Bewegungs- und Spielbedürfnis verfügen, sollte auch ihre Erziehung möglichst abwechslungsreich verlaufen. Als Spätentwickler durchläuft der Tervueren eine lange Jugendphase.

Belgische Schäferhunde – und damit auch der Tervueren – bringen von Natur aus ein gefestigtes Wesen, Lebensfreude und eine beeindruckende Portion Intelligenz mit. Der junge Tervueren ist ein lebhafter, neugieriger und ausgesprochen menschenbezogener Hund, der eng mit seiner Familie die Welt entdecken möchte. Viele positive Begegnungen mit Menschen, Kindern, anderen Hunden und Tieren helfen ihm, seine natürliche Offenheit und Souveränität zu entfalten. Verantwortungsvolle Züchter legen dafür die Grundlage, doch im neuen Zuhause wächst er mit Nähe, Geduld und liebevoller Begleitung weiter.

In der Erziehung zeigt sich der Tervueren besonders empfänglich für eine ruhige, klare und einfühlsame Führung. Er möchte verstehen, was seine Menschen von ihm erwarten, und arbeitet mit Begeisterung mit, wenn er abwechslungsreich gefordert wird. Der Tervueren ist ein sensibler, kluger Hund, der ohne Druck und mit ruhiger, konsequenter Anleitung sein volles Potenzial entfaltet – und er blüht auf, wenn er seine Intelligenz, Spielfreude und kleine Portion Schlitzohrigkeit einbringen.

Wer den Tervueren in den Familienalltag einbindet, ihm gemeinsame Abenteuer schenkt und seine geistige wie körperliche Energie in die richtigen Bahnen lenkt, bekommt einen treuen, sensiblen und vielseitigen Begleiter, der mit seinen Menschen durch Dick und Dünn geht.

All diese Eigenschaften haben mit dem ursprünglichen Einsatz des Tervueren zu tun, dessen planmäßige Zucht — wie auch die der anderen drei Varietäten — 1891 in Belgien begann, wo die vielseitigen Schäferhunde schon seit langer Zeit als Hüte- und Treibhunde an Schafherden zum Einsatz kommen. Wendigkeit, Schnelligkeit, Ausdauer, Genügsamkeit und Robustheit bei wechselnden Wetterbedingungen waren seit jeher wichtige Rasseeigenschaften der Belgischen Schäferhunde und diese Qualitäten vereinen die Rasse auch heute noch.

Auch wenn das Potenzial für selbstständiges Arbeiten bei Belgischen Schäferhunden veranlagt ist, bleibt ein enger Familienkontakt überaus wichtig für den Tervueren, der sich Fremden gegenüber in der Regel neutral verhält. Aufdringlichkeit oder gar Ängstlichkeit sind jedenfalls unerwünscht. Die Stimmung des schönen Belgiers ist leicht zu erkennen, denn seine Mimik ist durchaus ausgeprägt. Das gilt auch für seine Körpersprache, die sich — mit etwas Erfahrung — vergleichsweise leicht lesen lässt.

Imposanter Kragen

Das durchaus üppige und mit dichter Unterwolle versehene Haarkleid des Tervueren ist schmutzabweisend und verblüffend pflegeleicht. Nur während des Fellwechsels sollte die Bürste intensiv zum Einsatz kommen, denn dann verliert der schöne Belgier viele Haare. Wie auch bei der zweiten langhaarigen Variante der Belgischen Schäferhunde, dem Groenendael, ist das am Körper lange Deckhaar rassetypisch. Das gilt auch für das im Gesicht und an den Vorderseiten der Läufe kurze Haar und den länger behaarten Halsbereich, der — insbesondere bei Rüden — einen opulenten Kragen bildet.

Ein Hauch von Ruß

Das Haarkleid des Tervueren ist rotbraun mit schwarzer Charbonnage, einem Hauch von Schwarz im Fell, der durch schwarze Haarspitzen entsteht. Hat man den Eindruck, jemand hätte seine mit Ruß beschmutzten Hände über das Haarkleid des Hundes gleiten lassen, ist der rassetypische Look perfekt! Mahagonirot ist die bevorzugte Fellfarbe, es gibt aber auch Braunschattierungen bis hin zu Beige oder Grau, wobei all diese Farbvarianten jeweils mit einer schwarzen Maske und der rassetypischen Charbonnage einhergehen.

Gekonnte Harmonie

Tervueren sind mittelgroße, quadratische Hunde mit harmonischen Proportionen. Ihr Körperbau strahlt Kraft und zugleich Eleganz aus. Bei alledem ist auch die Robustheit der Rasse zu erahnen, die sich jeder Witterung anpasst. Das Gangwerk des Tervueren ist lebhaft und frei. Schritt und Trab sind seine bevorzugten Gangarten, wobei die Rasse durchaus auch einen guten Galopp hat. 

Charbonnage

Die auch als Berußung bekannte Farbform bei Hunden leitet sich namentlich vom französischen Substantiv charbon = Kohle ab. Dabei weisen die Spitzen der einzelnen helleren Haare eine schwarze Farbe auf, was den Eindruck erweckt, jemand habe mit berußter Hand über das Fell gestrichen. Die Charbonnage ist auch ein typisches Rassemerkmal des Tervueren.

Wie wir wurden, was wir sind

1891 erfolgte in Brüssel die Gründung des „Belgischen Schäferhundeklubs“, der sich die Zucht eines perfekten Belgischen Schäferhundes auf die Flaggen geschrieben hatte. 1892 erfolgte die Erstellung des ersten Standards. Die Eintragung der ersten Belgischen Schäferhunde erfolgte dann 1901 ins Zuchtbuch der Société Royale St. Hubert (L.O.S.H.). In den darauffolgenden Jahren vollzog sich eine Festigung von Wesen und Typ. Heute gibt es vier Varianten des Belgischen Schäferhundes: den Groenendael, den Laekenois, den Malinois und den Tervueren.

Weitere Informationen

Deutscher Klub für Belgische Schäferhunde e.V.
www.dkbs.de

Belgische Schäferhunde Berlin e.V.
www.bsb-e-v.de

Belgische Schäferhunde Deutschland e.V.
www.bsd-ev.com

 

 

- Anzeige -

- Anzeige -

Top Partner
Premium Partner