Siberian Husky
Sanfte Sportler aus dem hohen Norden

Siberian Husky

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Sanfte Sportler aus dem hohen Norden

Sie verkörpern den eisigen Charme des hohen Nordens. Ihre kecken Stehohren sind ebenso typisch wie die buschige Rute und das wunderschöne Gesicht, das manchmal ein Lächeln zu erhellen scheint. Siberian Huskys sind ansprechende Erscheinungen – allerdings brauchen sie ein sehr aktives – vierbeiniges oder zweibeiniges – Rudel, um rundum glücklich zu sein.

Deine blauen Augen machen mich so sentimental!“ – die geflügelten Worte der Neuen Deutschen Welle hallen noch nach. Wer sich nicht an die Musikerin Annette Humpe und ihren 1980er-Jahre-Hit erinnert, kann dieses Gefühl ganz einfach nachholen: Indem er einem Siberian Husky ins hübsche Gesicht blickt und sich in der Tiefe dieser polarsee-blauen Augen verliert. Wobei Huskys auch mit wunderschönen dunkelbraunen, zweifarbigen oder sogar mehrfarbigen Augen verzaubern. Alle sind sie wunderschön, ausdrucksstark und einzigartig. So wie der Siberian Husky selbst.

Eine von vier Schlittenhunderassen

Er ist ohne Frage die bekannteste der vier anerkannten Schlittenhunderassen, zu denen auch der Alaskan Malamute, der Samojede und der Grönlandhund zählen. Und das Ziehen eines Schlittens ist nach wie vor genau das, was einem Siberian Husky im Blut liegt. Dabei ist seine Ausdauer ebenso beeindruckend wie sein verhältnismäßig niedriger Energieverbrauch bei hoher körperlicher Leistung. Huskys sind Hochleistungssportler – zumindest bringen sie alle Voraussetzungen dafür mit. Eine optimierte Ernährung entscheidet dabei natürlich ebenso über den Erfolg wie ein kluger Trainingsplan, der rassespezifische Eigenschaften respektiert.

Gesellig und unternehmenslustig

So sind sommerliche Temperaturen ebenso ungünstig fürs Training wie auch eine hohe Luftfeuchtigkeit. Huskys stammen ursprünglich aus dem Norden Sibiriens und ihr doppeltes Haarkleid ist perfekt an eisiges Klima angepasst. Was nicht bedeutet, dass jeder Liebhaber dieser Rasse unbedingt dem Schlittenhundesport frönen und in nordischen Ländern leben muss. Die sanften Sportler aus dem hohen Norden sind durchaus anpassungsfähig. Wobei es zwei Anforderungen gibt, die keinen Kompromiss dulden: Körper und Kopf des Huskys brauchen tägliche Forderung, damit sich der Hund wohlfühlt. Und er braucht Gesellschaft.

Ganz schön sportlich

Was unternimmt man mit einem potentiellen Spitzensportler? Da gibt es viele Möglichkeiten: Wagenrennen, Skijöring, am Fahrrad oder Roller mitlaufen, ein Trike oder einen Jogger begleiten – das sind einige beliebte Alternativen zum Schlittenhundesport. Aber auch Agility, Flyball und Obedience sind geeignet, damit sich ein Husky ausleben kann. Wobei seine Leistungen dabei nicht unbedingt mit denen anderer Rassen zu vergleichen sind. Was ganz einfach an seinen rassespezifischen Bewegungsabläufen und seiner speziellen Persönlichkeit liegt. Blitzschnelle Wendungen sind bei diesem nordischen Hund ebenso wenig veranlagt wie bedingungsloser Gehorsam. Aber Freude empfindet der hübsche Vierbeiner allemal bei diesen Freizeitaktivitäten und das ist schließlich das Wichtigste!

Freundlich und sanftmütig

Das Zusammenleben mit mehreren Artgenossen liegt dem rudelverbundenen Husky. Gibt es kein vierbeiniges Rudel, muss das zweibeinige herhalten. Eine enge Einbindung in die Familie ist unabdingbar für ein harmonisches Zusammenleben mit der nordischen Schönheit, die ein ausgeprägtes Sozialverhalten zeigt. Fremden gegenüber verhalten sich rassetypische Huskys wenig misstrauisch und niemals aggressiv. Eine würdevolle Zurückhaltung ist hingegen durchaus charakteristisch für erwachsene Rassevertreter. Freundlichkeit und Sanftmütigkeit sind ebenso charakteristisch für Siberian Huskys wie ihre Aufmerksamkeit und Kontaktfreude. Das gilt allerdings auch für ihre jagdliche Motivation. Ihre starke Ausprägung macht Spaziergänge ohne Leine zu einem unkalkulierbaren Risiko. Zudem erweisen sich die klugen Arbeitshunde als wahre Ausbrecherkönige. Der Gartenzaun sollte tollkühnen Kletterversuchen ebenso standhalten wie tiefgängig buddelnden Hundepfoten.

Nachfragen erlaubt

Die Erziehung des Huskys ist möglich, erfordert jedoch sehr viel Geduld und Konsequenz. Wobei ein Übermaß an Konsequenz wiederum auf ausgemachte Sturheit stößt. Es ist typisch für diese Rasse, Signale des Menschen auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Machen sie – aus Hundesicht gesehen – keinen Sinn, trifft der Husky seine eigenen Entscheidungen. Beim Schlittenhundesport wiederum reagieren Huskys zuverlässig. Sie setzen einmal erlernte Signale sofort um und finden – wenn sie gut sind – auch unter Stress stets den richtigen Trail (Weg). Dieses erwünschte Verhalten ist das Ergebnis einer klaren Hierarchie und einer für den Husky sinnvollen Aktivität. Ohne Struktur und ausreichende Auslastung drohen Verhaltensauffälligkeiten wie zum Beispiel Zerstörungswut.

Voll im Fluss

Die attraktiven Schlittenhunde hüllen sich in ein mittellanges, doppeltes Fell. Das Haar ist gerade, niemals harsch und mit weicher Unterwolle unterpolstert. Zwei bis drei Haarwechsel pro Jahr sind möglich und die verlaufen relativ spektakulär. Am besten bürstet man das Haar in dieser Zeit regelmäßig und bläst das lose Fell mit einem Hundefön aus. Die bis zu 60 Zentimeter großen und bis zu 28 Kilogramm schweren Huskys kommen in allen Farben von Schwarz bis Reinweiß mit einer verblüffenden Vielfalt an teilweise einzigartigen Zeichnungen daher. Auch die kecken, aufrechtstehenden Ohren sind markant – wie die an eine Fuchslunte erinnernde, buschige Rute. Rüden sollten eine maskuline Ausstrahlung haben, ohne dabei grob zu wirken. Hündinnen punkten mit einem femininen, aber keinesfalls zu filigranen Äußeren. Beide bewegen sich mit fließenden Bewegungen, scheinbar mühelos, dahin.

Auch Balto bewegte sich einst dahin – wobei insgesamt 1.085 Kilometer Strecke vermutlich nicht ganz so mühelos verliefen. Noch heute erinnert eine Statue im New Yorker Central Park an den Husky-Helden. Der Leithund brachte – als 1925 eine Diphterie-Epidemie im US-Bundesstaat Alaska wütete, einen Schlitten mit lebenswichtigem Serum zu den Kranken in der Stadt Nome. Ein Paradebeispiel für den unermüdlichen Arbeitseifer dieser sportlichen Hunderasse.

Weitere Informationen

Deutscher Club für Nordische Hunde e.V.
www.dcnh.de

Siberian Husky Club Deutschland e.V.
www.huskyclub.de

Wie wir wurden, was wir sind

Der sibirische Volksstamm der Chuckchi schätzte den Siberian Husky schon vor langer Zeit als Helfer in vielen verschiedenen Lebensbereichen. Anfang des 20. Jahrhunderts fand der mittelgroße Arbeitshund schließlich den Weg nach Alaska, wo man ihn unter anderem für Posttransporte und Schlittenhunderennen einsetzte. 1930 begann die Reinzucht der Rasse mit der Registrierung durch den American Kennel Club (AKC). Bis heute schätzt man den Siberian Husky als sehr belastbaren und ausdauernden Schlittenhund.

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