Irish Terrier
Selbstbewusste Vielseitigkeit im roten Gewand

Die Rasse des Monats: Irish Terrier

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Selbstbewusste Vielseitigkeit im roten Gewand

Power pur. Kerniges Kraftpaket. Roter Raubart. Beim Anblick eines Irish Terriers fällt so einiges auf. Und wenn man ihn näher kennenlernt, ist ganz schnell klar: Da steckt noch viel mehr drin. Denn Irish Terrier sehen nicht nur knackig aus, sondern sind auch eine überaus facettenreiche Rasse - nicht zuletzt mit überzeugenden jagdlichen Qualitäten.

Eines vorab: Eine Herausforderung sind sie schon. Warum? Weil die klugen Irish Terrier ziemlich viel nachdenken. Dabei hinterfragen sie gnadenlos, ob die Wünsche und Anforderungen ihres Menschen auch tatsächlich sinnvoll sind. Im Zweifelsfall treffen die Iren durchaus auch eigene Entscheidungen. Da sie zudem kaum Angst kennen, recht charakterstark und durchaus selbstbewusst sind, muss eine zuverlässige Erziehung her. Der gelassene Umgang mit anderen Hunden steht dabei im Fokus. Übertriebene Härte, Launenhaftigkeit und Inkonsequenz sind überaus kontraproduktiv bei den klugen Iren, die gerne lernen, wenn man sie fair, konsequent und nachvollziehbar behandelt. Hundesport trägt ebenfalls zu mehr Ausgeglichenheit und Zufriedenheit bei. Und da bieten sich beim überaus schnellen und ausdauernden Irish Terrier alle erdenklichen Möglichkeiten: zum Beispiel Agility oder Rally Obedience. Und das ist längst nicht alles.

Sehr anpassungsfähig

Es muss allerdings absolut nicht immer Vollgas sein. Irish Terrier sind sehr anpassungsfähig, kennen sogar stoische Ruhe und beherrschen durchaus auch Feinarbeit. Als Therapiehunde entfalten sie Einfühlungsvermögen und Pflichtbewusstsein. Als Jagdhund überzeugen sie unter anderem mit ihrer ruhigen und hoch konzentrierten Arbeit nach dem Schuss. Die jagdliche Motivation ist dem Roten übrigens angeboren. Aber auch diese Leidenschaft ist mit einer einfühlsamen, der Rasse angepassten Erziehung und Ausbildung bestens zu managen. Somit steht auch ausgiebigen gemeinsamen Radtouren oder Ausritten mit einem zuverlässigen Reitbegleithund nichts im Wege. Outdoor-Abenteuer machen Spaß. Bei jedem Wetter.

Allerdings bringt das normalerweise auch jede Menge Schmutz ins Haus. Hier punkten die unternehmungslustigen Vierbeiner! Denn sie sind erstaunlich pflegeleicht! Gelegentliches Bürsten reicht vollkommen um mit einem gepflegten Look zu begeistern und erhält zudem einen gesunden Fellglanz. Allerdings sollte das dichte, drahtige Haar drei- bis viermal pro Jahr professionell getrimmt werden, um den rassetypischen, schnittigen Look zu erhalten. Am besten gewöhnt man seinen Irish Terrier von klein auf an dieses Prozedere.

Vielseitig aktiv

Eigentlich bieten sich Irish Terrier für alle Rubriken des Hundesports und anderer Freizeitaktivitäten an. Lediglich der Schutzdienst bedarf der Aussparung, denn damit würde sich weder der Hundehalter noch der Irish Terrier einen Gefallen tun. Der jagdliche Einsatz hingegen bietet – wie bereits erwähnt – ein zusätzliches Feld, das den angeborenen Eigenschaften der Rasse entgegenkommt, aber trotz allem kein Muss ist. Irish Terrier jagen kurz unter der Flinte, stellen dabei eine solide Führerbezogenheit und Zuverlässigkeit unter Beweis. Somit sind sie - auch in heutigen Zeiten - hilfreiche und angenehme Begleiter und Helfer bei der Niederwildjagd und der Nachsuche.

Arbeitsterrier

Eigentlich waren Irish Terrier ja schon immer Arbeitsterrier. Sie hielten Haus und Hof zuverlässig von unerwünschten Nagern wie Mäusen und Ratten frei. Auch bei der Niederwildjagd sah man sie traditionell im Heimatland Irland. Die jagdliche Eignung ist ihnen nach wie vor angeboren.

Die gute Nachricht für alle, die Irish Terrier lieben und sie nicht jagdlich führen können oder wollen: Die jagdliche Motivation der Rasse bedarf der gezielten Stimulation und Förderung. Beides führt jedoch durchaus zum erwünschten Erfolg, denn ein sachkundig jagdlich ausgebildeter Irish Terrier überzeugt mit Nervenstärke, Verlässlichkeit und stets angemessener Passion. Sicht- und Spurlaut sind jedoch selten veranlagt, zumal diese Eigenschaften im traditionellen Einsatz auch keineswegs erwünscht waren. Die Freude am Wasser und eine hervorragende Nasenleistung wird nicht allen Irish Terriern in die Wurfkiste gelegt.

Schnell und anmutig

Irish Terrier unterscheiden sich deutlich von englischen Terrierrassen und auch von denen des Kontinents. Womit sie innerhalb der Gruppe der irischen Terrier allerdings keine Ausnahme bilden. Aktivität, Lebhaftigkeit, Geschmeidigkeit und Drahtigkeit: All das strahlt der Irish Terrier mit jeder Pore aus. Sein Körperbau vermittelt Schnelligkeit und Anmut. Mit einer Größe von rund 46 bis 50 Zentimetern und einem Gewicht von 12 bis 17 kg Kilogramm gehört der Irish Terrier zu den mittelgroßen Hunderassen. Das Haarkleid der Rasse variiert von leuchtendem Rot über Rot-Weizen bis hin zu einem schönen gelblichen Rot. Das Fell hat eine dichte, drahtige Textur, erscheint gebrochen und liegt doch flach an. Ein langer Kopf ist rassetypisch wie auch die kleinen, v-förmigen Ohren und der recht lange Hals. Der kräftige Rücken verläuft gerade und die hoch angesetzte Rute wird fröhlich getragen.

Alles in allem sind Irish Terrier nicht nur anpassungsfähige, einfühlsame und äußerst kinderliebe Familienhunde, sondern auch leistungsstarke Sportpartner und hilfreiche Begleiter im Revier. Bei aller Vielseitigkeit sollte der Irish Terrier aber eines niemals entbehren müssen: den engen, liebevollen Kontakt zu seinen Menschen.

Weitere Informationen

Klub für Terrier von 1894 e. V.
www.kft-online.de

Wie wir wurden, was wir sind

Die genaue Herkunft des Irish Terriers ist nicht belegt. Vermutlich zählen die Black-and-Tan-Terrier der britischen Inseln zu ihren Vorfahren. Der aus Irland stammende Irish Terrier ist womöglich die älteste der insgesamt vier irischen Terrierrassen und fand traditionell Einsatz als Hof-, Wach- und Jagdhund. Erst nach 1880 setzte sich die rote Fellfarbe als Rassemerkmal durch. Davor gab es auch schwarz-lohfarbene und gestromte Hunde. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts gibt es ausschließlich rote Irish Terrier. Wobei die Fellfarbe von leuchtendem Rot bis hin zu Rot-Weizen und gelblichem Rot reicht.

Auf zahlreichen Rassehundausstellungen gewannen die roten Iren schnell viele begeisterte Freunde. Sie machten auch in England und den USA Furore. 1879 erfolgte die Gründung des ersten Rassespezialklubs für Irish Terrier in Dublin. Der Irish Terrier war die erste Rasse, die vom englischen Kennel Club als Terrier mit irischem Ursprung anerkannt wurde. Im ersten Weltkrieg erlangten sie den ruhmreichen Ruf, furchtlose und kluge Botenhunde zu sein. Auch im ersten Zuchtbuch des Klubs für Terrier von 1894 e. V. (KfT) waren bereits Irish Terrier registriert. Seitdem wurden über 16.000 von ihnen beim KfT eingetragen.

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