Deutscher Boxer
Liebevoll und
leistungsstark

Deutscher Boxer

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Liebevoll und leistungsstark

Ihr Gesichtsausdruck ist einfach einmalig. Boxer haben mehr Mimik als jeder Clown. Dahinter verbirgt sich ein aufmerksamer, wachsamer und kluger Geist, der den vierbeinigen Athleten zu einem äußerst vielseitigen Partner macht. Verschmuster Familienhund, ehrgeiziger Hundesportler, unbestechlicher Wachhund? Boxer bringen all diese Qualitäten mit sich und noch viele weitere mehr.

Sein Blick berührt das Herz. Seine Leistungen überzeugen. So liebenswert und anhänglich der Deutsche Boxer im Kreise seiner Familie ist, so entschlossen und zielstrebig ist er, wenn man ihn fordert. Sei es im Hundesport oder als Diensthund... – der nervenstarke, mittelgroße Hund brilliert in vielen Bereichen. Allerdings muss man ihn zu nehmen wissen, um ihn dahin zu bringen. Sein Wesen duldet keine groben Behandlungen und auch keine maßlose Ungeduld. Auf solche Umgangsformen reagiert der Boxer allenfalls mit stoischer Sturheit und kompletter Verweigerung. Der Weg zu seinem goldenen Inneren erfolgt über Ruhe, Geduld und Konsequenz. Denn dann hört der mittelgroße Hund interessiert zu, lernt schnell und vergisst all das nie wieder. Wobei die sanfte Schärfe, die der Boxer mitbringt, durchaus einer einfühlsamen Lenkung bedarf, denn diese sollte keine unkontrollierte Entwicklung nehmen.

Fotos: IBC, Holger Reckziegel

Sehr verspielt

Abgesehen von einer freundlich-konsequenten Erziehung sind ausreichend Bewegung und Abwechslung ausschlaggebend für die Ausgeglichenheit und das Wohlbefinden des Hundes, der bis zu 63 Zentimeter groß und bis über 30 Kilogramm schwer sein kann. Lange Spaziergänge würzt man am besten mit einfallsreichen Einlagen, bei denen der Boxer beim spielerischen Kräftemessen und enger Kontaktpflege zum Menschen auf seine Kosten kommt. Beim Wandern, Joggen und Radfahren erweist sich der stämmige Vierbeiner mit dem quadratischen Körperbau als eifriger Begleiter, der sich flink und niemals schwerfällig bewegt.

Reiter bilden Boxer auch gerne zum Reitbegleithund aus. Selbst auf langen Ausritten halten die vielseitigen Vierbeiner wacker mit. Die Kondition hierfür sollte jedoch schrittweise aufgebaut werden. Solange der Hund noch jung und im Wachstum befindlich ist, sollte körperliche Anstrengung allerdings nur in Maßen erfolgen. Ansonsten könnten Knochen, Bänder und Sehnen überanstrengt werden und Schaden nehmen. In den Sommermonaten bietet sich Schwimmtraining an. Hierbei können sich Junghunde austoben, ohne dabei den Bewegungsapparat überzustrapazieren. Aber auch ganz normale Spaziergänge und leichte sportliche Betätigungen sind gute Trainingsmöglichkeiten. Ist der Hund erst ausgewachsen, steht einem intensiven Einsatz in der Regel nichts entgegen. Boxer sind zudem ausgesprochen verspielte Hunde. Bälle, quietschende Spielzeuge und Zerrspiele machen ihnen außerordentlich viel Spaß und dabei darf es gerne auch mal etwas wilder zugehen.

Unkomplizierte Familienmitglieder

Was nicht bedeutet, dass Boxer immer auf höchster Umdrehung laufen. Das Gegenteil ist der Fall: So unermüdlich sie im Sport- und Spielmodus sind, so ruhig sind sie Zuhause. Dabei ist ihre zärtliche Liebe zu Kindern ebenso rührend wie ihre Verträglichkeit mit anderen Tieren wie Stubentiger & Co. Gut sozialisiert, mit Verstand erzogen und über alle Maßen geliebt, erweist sich der Boxer als völlig unkompliziertes, stets gradliniges Familienmitglied, das zudem durch seine Reinlichkeit hervorsticht. Boxerwelpen machen ihrem Namen übrigens mitunter alle Ehre: Sie knuffen und boxen ihre zwei- und vierbeinigen Sparring-Partner gerne beherzt, um sie zum Spielen aufzufordern. Ein Signal, das so mancher andere Hund missversteht, umso wichtiger ist der Besuch einer Welpenspielgruppe, damit der Boxer-Nachwuchs möglichst früh allgemeingültige Umgangsformen erlernt.

Neuer Aufwärtstrend

Boxer gehören seit vielen Jahrzehnten zu den beliebtesten Hunderassen überhaupt. Der einfallsreiche Vierbeiner, der zeitlebens ein bisschen seinen Kindskopf bewahrt und dennoch ein ernstzunehmendes Familienmitglied abgibt, besticht einfach durch seine einmalige Mimik und sein überaus freundliches Wesen. Der hohe Beliebtheitsgrad des Boxers kommt nicht von ungefähr: Die von mittelalterlichen Sau- und Bärenpackern abstammende Rasse verfügt über ein selbstbewusstes und ausgeglichenes Wesen, das in Kombination mit seinem Temperament alle Voraussetzungen für einen unproblematischen und angenehmen Familienhund schafft. Darüber hinaus eignen sich Boxer auch als Gebrauchshund, zum Beispiel in der Vielseitigkeit. Sie sind folglich facettenreich einsetzbar und lassen für Kenner der Rasse keine Wünsche offen. Circa 2000 bis 2500 Boxerwelpen erblicken jährlich das Licht der Welt. Vor vielen Jahren war die Tendenz vorübergehend eher rückläufig, dennoch scheint die Beliebtheit des Deutschen Boxers in der Öffentlichkeit ungebrochen zu sein. Ein neuer Aufwärtstrend zeichnet sich seit Jahren ab. Auf Ausgeglichenheit, Selbstbewusstsein und ein angemessenes Temperament wird bei der Boxerzucht Wert gelegt. Mit diesen angenehmen Eigenschaften ausgestattet, sind Boxer für ein harmonisches Leben innerhalb der modernen Gesellschaft geschaffen.

Unbestechlicher Wachhund

So sozial der Boxer ist, zeigt er Fremden gegenüber doch gerne ein gesundes Misstrauen. Und Einbrecher sollten besser nicht versuchen, sich Zugang zum Territorium des unbestechlichen Wachhundes zu verschaffen. Denn dann offenbaren sich schlagartig alle Qualitäten eines mutigen, kraftvollen Beschützers, der nicht zulässt, dass seine Familie in Gefahr gerät. Diese Eigenschaften machen den Boxer zu einem exzellenten Schutzhund, der seine Leistungsfähigkeit auch in der hundesportlichen Vielseitigkeit bravourös unter Beweis stellt. Als Gebrauchs- beziehungsweise Diensthund wurde der Boxer bereits 1924 offiziell anerkannt und auch heute kann er auf dieser Plattform hervorragende Dienste leisten. Auch wenn er in den letzten Jahren in diesem Bereich von anderen Rassen – wie beispielsweise den Belgischen Schäferhunden – verdrängt worden ist.

Haarkleid und Pflege

So unkompliziert der Boxer als Familien- und Begleithund ist, so unkompliziert ist auch seine Pflege. Sein kurzes, hartes Haarkleid liegt eng am Körper an und zeigt einen schönen Glanz. Es gibt zwei anerkannte Farbvarianten: Gelb und Gestromt. Verschiedene Töne von Hellgelb bis Dunkelhirschrot sind bei gelben Boxern zulässig, wobei ein mittleres Rotgelb die bevorzugte Farbe ist. Bei gestromten Hunden verlaufen die dunklen oder schwarzen Streifen in Richtung Rippen. Der Grundton der Fellfarbe ist dabei gelb, in allen Abstufungen, die auch bei gelben Boxern vorkommen Rassetypisch ist die schwarze Maske. Weiße Abzeichen sind kein Muss, aber zulässig und mitunter verleihen sie dem Boxer sogar eine besonders einzigartige Optik. Mitunter fallen auch weiße Boxer. Diese sind nicht zur Zucht zugelassen.

Das Fell ist insgesamt pflegeleicht. Gelegentliches Bürsten reicht. Ein feuchtes Fensterleder verleiht dem Haar einen intensiven Glanz. Während des Fellwechsel ist ein Handschuh mit Gumminoppen sehr hilfreich. Er entfernt effektiv abgestorbenes Haar. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden. Die Krallen läuft sich ein ausgelasteter Boxer von selbst in ausreichendem Maß ab. Ist dies gesundheits- oder altersbedingt nicht möglich, muss man sie gegebenenfalls kürzen.

Gesundheit

Der Deutsche Boxer ist prinzipiell eine gesunde und leistungsstarke Hunderasse. Es gibt jedoch einige gesundheitliche Aspekte, die bei den beiden für die Rasse zuständigen VDH-Mitgliedsvereinen vermehrt im Fokus stehen. Dazu gehören – die Hüftgelenksdysplasie (HD) und die Spondylose.

Durch einen konsequenten Zuchtplan konnte die HD-Belastung beim Boxer deutlich verringert werden. Aktuell sind 87 Prozent der untersuchten Boxer HD-frei beziehungsweise mit Übergang bewertet. Arthrose kommt häufiger vor wie auch eine Neigung zu Tumorerkrankungen. Umso wichtiger ist es, Boxerwelpen nur aus kontrollierten Zuchten zu erwerben. Denn nur dadurch lässt sich die Wahrscheinlichkeit, einen gesunden und wesensfesten Hund zu erwerben, maximieren.

Charmanter Taktiker

Es hat sich viel getan und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Boxer mit zu den beliebtesten Hunderassen der Deutschen gehören. Jung und Alt schätzen das umgängliche Wesen der Rasse und auch bei Familien mit Kindern sind Boxer ausgesprochen beliebt. Dass die fröhlichen Knutschgesichter nur bellen, wenn wirklich ein Grund dazu besteht, erhöht ihre Qualität als unkomplizierter Familienhund. Was allerdings wirklich gefährlich an dieser Rasse ist, ist – wie bereits erwähnt – die herzerweichende Boxermimik. Ihr kann kaum ein Hundefreund widerstehen und das setzen Boxer auch ganz gezielt ein, um ihren hübschen Kopf auf charmante Art und Weise durchzusetzen.

Promi-Boxer

Im Kickboxen wurde sie Weltmeisterin, ihr Herz gehört den Boxern. Dr. Christine Theiss, ehemalige VDH-Botschafterin des Hundes (2017), TV-Moderatorin und Ärztin, teilt ihr Leben gleich mit zwei charmanten Kuschelgesichtern: Osito und Hermes. Nachdem die sportliche Münchenerin vor zwei Jahren ihre zehnjährige Boxerhündin Tiffany verlor, zog 2018 Boxerwelpe Osito ein. Der lebenslustige Hundenachwuchs tritt in die Pfotenabdrücke der geliebten Tiffany, die – als professionell ausgebildete Mantrailerhündin – einst einen Vermissten in Garmisch aufspürte. Auch Osito wird nun zum Mantrailer ausgebildet. (Das Foto zeigt keinen Boxer von Dr. Christine Theiss).

Wie wir wurden, was wir sind

Kopf und Körperbau des Deutschen Boxers verraten unverkennbar, wofür die Rasse einst gezüchtet wurde: Das auffallend breite Maul, der breite Zahnstand und der aufgestülpte Nasenschwamm befähigten den Boxer dazu, von Meuten- oder anderen Hetzhunden gestelltes Wild zu packen und solange festzuhalten, bis die Jäger nahten, um es zu töten. Der direkte Vorfahr des Boxers ist der Kleine Bullenbeißer, auch Brabanter Bullenbeißer genannt, deren Zucht früher überwiegend in Jägerhand lag. Daher erklären sich auch der Mut und die Entschlossenheit des ansonsten so liebevollen Familienhundes. Und natürlich auch sein funktionaler Körperbau mit der ausgeprägten Muskulatur.

Der Name Boxer tauchte erstmals in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Schrittweise näherte man sich der Reinzucht an und 1895 kam es schließlich zur Gründung des Münchener Boxerklubs. 1905 erfolgte die Niederlegung des ersten Standards, der unter anderem einen kompakten, stämmigen, soliden und lebhaften Hund fordert. Attribute, die der moderne Boxer nach wie vor aufweist. Nach der Niederlegung des ersten Stammbuchs des Boxer-Klubs im Jahr 1904 dauerte es noch viele Jahre, bis die Vorstellungen vom idealen Boxer tatsächlich Form annahmen.

Der Erste Weltkrieg bescherte den Hunden ein ungeahntes Schicksal: Viele Boxer unterstützten die Soldaten als Meldeund Wachhunde sowie als Minensuchhunde. Auch im Zweiten Weltkrieg gingen zahlreiche Boxer an die Front, halfen bei der Rettung verwundeter Soldaten und dem Transport von Nahrungsmitteln.

Erst nach dieser dramatischen Zeit traten Boxer endlich den Weg an, der sie zu dem machte, was sie heute sind: liebenswerte Familienhunde mit einem vielseitigen Leistungspotential.

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