DEUTSCHE DOGGE
Großer Hund
mit goldenem Gemüt

Deutsche Dogge

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Großer Hund mit goldenem Gemüt

Sie ist ein absoluter Hingucker. Mit ihrer Größe und edlen Ausstrahlung  wirkt die Deutsche Dogge wie eine fein gemeißelte Statue.  Und wer sich einmal in ihr anhängliches Wesen verliebt hat,  den lässt diese traditionsreiche deutsche Rasse nicht mehr los.

Sie sind große Hunde und lassen das Herz jedes echten Liebhabers höher schlagen: Deutsche Doggen gehören zweifellos zu den imposantesten Rassen überhaupt und stimmen einfach niemanden gleichgültig – weder Hundefreunde noch Menschen, die den vierbeinigen Riesen aufgrund ihrer alles überragenden Größe mit gesunder Skepsis begegnen. Während die Goliath-Fraktion Lobeshymnen auf den vollendeten Körperbau und das liebenswerte Wesen der freundlichen XXL-Hunde anstimmt, reagieren Anhänger des kleinen Davids manchmal eingeschüchtert, was wiederum ein Appell an das Einfühlungsvermögen und die Rücksichtnahme des stolzen Doggen-Besitzers ist. Wer einen großen Hund an der Leine fühlt, sollte prinzipiell feinfühlig mit seiner Umwelt umgehen.

Fotos: Deutscher Doggen Club 1888 e.V.

Imposant, aber sehr anhänglich

Haben Sie sich schon einmal vor Augen geführt, was es für ein Gefühl ist, einen Hund mit einer Widerristhöhe von über 80 Zentimetern und dem Gewicht eines mittelgroßen Mannes an der Leine zu führen - oder diesem riesenhaften Wesen einfach gegenüber zu stehen und den Anblick auf sich wirken zu lassen? Es ist auf jeden Fall ein Moment, den man sicherlich nicht so schnell vergisst und er birgt eine Gefahr; nämlich die, der zu den molossoiden, doggenartigen Hunden zählenden Rasse auf Ewig zu verfallen.

Deutsche Doggen strahlen eine einnehmende Freundlichkeit aus, die bei allzu großer Begrüßungsfreude regelrecht umwerfend ausfallen kann. Liebevolle Zuwendungen und große Anhänglichkeit gehören ebenfalls zu den Lieblingsaktivitäten der liebenswerten Riesen.

Kompetenz gefordert

Überschwängliche Sympathiebekundungen beschränken sich allerdings in erster Linie auf das vertraute Menschenrudel und ganz besonders auf den zweibeinigen Nachwuchs, den man – bei aller Liebe – trotzdem grundsätzlich nicht unbeaufsichtigt bei einem großen Hund lassen sollte. Fremden und weniger vertrauten Personen gegenüber verhält sich eine Dogge meistens erst einmal reserviert, aber keinesfalls unfreundlich oder gar aggressiv. Tut sie dies doch, stammt sie sicherlich aus einer unseriösen Zucht mit wesensschwachen Welpen oder aus einer nicht artgerechten Aufzucht. Um dem vorzubeugen, sollte sich jeder, der sich für die imposante Rasse interessiert, an einen renommierten VDH-Züchter wenden und keinesfalls einem vermeintlichen Billig-Schnäppchen aus der Zeitung Vorzug geben. Angebliche Sonderangebote bergen oftmals auch die Gefahr massiver gesundheitlicher Probleme, weil Vermehrer an der Aufzucht sparen. Da gerade die Aufzucht der großwüchsigen Deutschen Dogge als überaus diffizil gilt, sind diesbezüglich an die Kompetenz des Züchters allerhöchste Anforderungen zu stellen.

Einfühlsame Erziehung

Selbstsicherheit, Unerschrockenheit und Leichtführigkeit machen die Deutsche Dogge zu einem ausgesprochen gelehrigen Begleit- und Familienhund, der aufgrund seiner hohen Reizschwelle ganz ausgezeichnet in unsere moderne Gesellschaft passt. Der Apoll unter den Hunderassen sollte dennoch von klein auf mit liebevoller Konsequenz erzogen werden, damit es im fortgeschrittenen Alter nicht zu Dominanz-Rangeleien kommt.
Wer eine Deutsche Dogge aus einem liebevollen Züchter-Zuhause erwirbt und sie mit Know-how erzieht, wird die nächsten Jahre mit einem vielseitigen und liebenswerten Familienmitglied verbringen, das sicherlich überall für Aufsehen sorgt.

Doggenartige Hunde

Eine babylonische Reliefplatte aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. gilt zurzeit als ältester Hinweis auf doggenartige Hunde, der je gefunden wurde. Der abgebildete Vierbeiner wirkt gewaltig und wird von einem Assyrer an einem geflochtenen Riemen geführt. Kynologen glauben, gewisse Ähnlichkeiten mit dem heutigen Do Khyi (Tibet Mastiff) zu erkennen. Das Hochland von Tibet rückt ohnehin als möglicher gemeinsamer Ausgangspunkt aller doggenartigen Hunde ins Zentrum des Interesses. Immer wieder erwähnen die Schriftsteller des Altertums die indischen Hunde, welche zuerst von den Assyrern und Persern, später von Griechen und Römern gehalten wurden. Es ist durchaus anzunehmen, dass mit diesem indischen Hund der Hund von Tibet gemeint ist, welcher am Fuße des Himalaja in Indien vorkam.

Offensichtlich konnten selbst gestandene Herrscher nicht der Ausstrahlung doggenartiger Hunde widerstehen. Alexander der Große brachte angeblich einige Exemplare als Geschenke von seinem Zug nach Indien mit in die Heimat. Vielleicht legte er damit auf griechischem Boden den Grundstein für die dortige, überaus berühmte Molosserzucht. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die molossoiden Hunde von Griechenland aus zu den Römern gelangt sein und sich bereits zu Beginn der christlichen Zeitrechnung jenseits der Alpen in den mittel- und westeuropäischen Ländern großer Beliebtheit erfreut haben.

Britannische Hunde und Irish Wolfshounds

Man geht davon aus, dass die Römer – abgesehen von ihrer florierenden Kampfhundezucht – zusätzlich leichtere doggenartige Hunde für den jagdlichen Einsatz züchteten. Sie importierten auch zahlreiche Britannische Hunde, die wiederum in den Arenen gegen die nordgriechischen Molosser kämpfen mussten. Eventuell handelte es sich bei diesen Hunden um die direkten Nachkommen der von den Kelten eingeführten Hunde, die man mit Irischen Wolfshunden gekreuzt hatte.

Zahlreiche Schädelfunde weisen darauf hin, dass es zum damaligen Zeitpunkt auch in Mittelrussland, Polen und Mitteldeutschland doggenartige Hunde gab. Die Germanen ließen sich von großen Hunden auf ihren Kriegszügen begleiten, damit sie die Wagenburgen bewachen konnten. In den alemannischen Gesetzen des 7. Jahrhunderts n. Chr. sind bereits Hundetypen erwähnt, die zur Jagd eingesetzt wurden. Das Töten dieser Hunde war unter Strafe gestellt.

Mittelalterliche Hatz

Im Mittelalter rückte das Jagdgeschehen mehr und mehr ins adlige Interesse. Mit flinker Hundemeute und einer Gruppe von kräftigen, mutigen Saupackern ausgestattet, zogen die edlen Herrn in den Wald, um Wildschweinen, Bären und Wölfen den Garaus zu machen. Die Beschreibungen des leidenschaftlichen Jägers und Landgrafen Philipps des Großmütigen berichten von englischen Hunden, die sich durch hohe Läufe und eine ausgeprägte Muskelkraft auszeichneten. Allem Anschein nach handelte es sich hierbei um Kreuzungen aus dem Old English Mastiff und dem Irischen Wolfshund.

Um diese wertvollen Hunde bei der Jagd vor Verletzungen zu bewahren, wurden ihnen besondere Panzer angelegt. Johann Täntzer (1699 „Der Dianen hohe und niedere Jagdtgeheimnis“) beschreibt diese Jacken als aus braunem Parchen oder Baumseide bestehende, wohlgefütterte, ausgestopfte Panzer, welche an Brust und Bauch des Hundes mit Fischbein ausgelegt waren. Nach Täntzer wählten die großen Herren aus ihren Meuten die schönsten und größten als Leit- und Kammerhunde, die silberne und silbervergoldete Halsbänder trugen, die mit Samt gefüttert und mit kostbaren Fransen besetzt waren.

Das Ende der Hetzjagd

Im 18. Jahrhundert nahm der Import englischer Hetzrüden ab und die deutschen Fürstenhäuser konzentrierten sich verstärkt auf die eigene Zucht. Im Laufe des 19. Jahrhunderts ebbte auch das Interesse an den großen Hetzjagden ab und die meisten doggenartigen Hunde gingen in die Hände des reichen Großbürgertums über.
Interessanterweise scheint sich die Fellfarbe der geschichtlich überlieferten Doggenschläge mit denen der heutigen Deutschen Dogge zu decken. „Herr Wildmeister Otto-Kassel, der vom Jahre 1860 bis 1870 dem Kurhessischen Jägerhof als Hofjäger angehörte, hat die Güte, mir noch einige Einzelheiten über die letzten ihres Stammes mitzuteilen. Danach waren es energische Hunde von gelber, rotgelber, gewölkter Farbe und schwarzem Fang und zum großen Teil hohe und flüchtige Tiere, welche ausschließlich zum Fangen außerhalb der Suche von Sauen verwendet wurden“ (Göschel).

Viele Namen - eine Rasse

Die Dogge musste viele Namensgebungen über sich ergehen lassen, bevor sie ihre heutige offizielle Rassebezeichnung Deutsche Dogge erhielt: Saupacker, Hatzrüde, Fanghund, Dänische Dogge, Ulmer Dogge, Tigerdogge, Bismarckdogge. Offensichtlich verschmelzen hier geschichtliche Überlieferungen und lokale Zuchtschläge. So soll in Süddeutschland vor allem die weiß-schwarz gefleckte Dogge populär gewesen sein und deshalb Ulmer Dogge geheißen haben. In Norddeutschland setzte man eher auf blaue und gelbe Farbschläge, die nach wie vor immer noch fälschlicherweise als Dänische Dogge bezeichnet werden.

Wie es zu der Bezeichnung Tigerdogge für weiß-schwarz gefleckte Doggen kommt, ist nicht ganz ersichtlich. Vielleicht leitet sich der Name von jenen großen Doggen dieses Farbschlags ab, die mit Tigern zusammen in zoologischen Gärten gehalten wurden oder in Zirkusarenen auftraten. Möglich ist auch, dass sich der Name von gescheckten Pferden, den Tigerschecken, ableitet.

Dänemark beantragte in der Vergangenheit bereits mehrfach bei der Fédération Cynologique Nationale (FCI), als Herkunftsland der Rasse anerkannt zu werden – jedes Mal erfolglos. Aktuell gibt es von Seiten Dänemarks Bestrebungen, die Rasse aufteilen zu lassen: in die Deutsche Dogge und den Great Dane. Die Diskussion ist nicht neu, sondern geht auf das 19. Jahrhundert zurück, wo die Entscheidung bereits zu Gunsten der Deutschen Dogge fiel.

Ausstellungswesen

Das Jahr 1863 stellt eine Wende für Züchter und Hundehalter dar. In Hamburg-Altona wird zur ersten deutschen Hundeausstellung geladen und tatsächlich sind sogar 15 Doggen mit von der Partie. Sieben sind als Ulmer Doggen gemeldet, während die anderen acht als Dänische Doggen ins Rennen ziehen.

Auch auf den folgenden Ausstellungen (1869, 1876, 1879) bleibt man dieser Unterscheidung treu, obwohl es schon damals eine Gruppe von Richtern gegeben haben soll, die sich gegen diese Differenzierung stark machte, weil es sich um ein und dieselbe Hunderasse handele. Die Richter schlugen vor, alle gemeldeten Hunde unter der Bezeichnung Deutsche Dogge zusammenzufassen, allerdings lässt dieser Beschluss noch bis 1880 auf sich warten, als unter Dr. Bodenius Vorsitz in Berlin die endgültige Rassebezeichnung festgelegt wird.

Da fuchst es den deutschen Doggenhalter, wenn sich Frankreich und die angelsächsischen Länder unbelehrbar zeigen und die Deutsche Dogge stur als Grand Danois und Great Dane bezeichnen. Das anerkannte Ursprungsland ist nun einmal Deutschland. Schuld an dem Dilemma ist vielleicht der französische Naturalist Buffon (1707-1788), der die Richtung Dänemark weisende Bezeichnung erstmals literarisch verwertete und somit für flächendeckende Verbreitung sorgte.

Bismarck

Otto Fürst Bismarck, Gründer des 1. Deutschen Reiches, soll von Jugend an ein glühender Verehrer der Dogge gewesen sein und nannte im Laufe seines Lebens mehrere Exemplare sein Eigen. Schon auf dem elterlichen Kniephof soll er eine besonders große Dogge besessen haben, die ihn später mit in die Universitätsstadt Göttingen begleitete. Als er wegen eines schülerhaft unschuldigen Vergehens einmal zum Rektor der Universität zitiert wurde, soll er seine Dogge mitgenommen haben, was ihm eine Strafe von fünf Talern einbrachte, weil sich der Kopf der Universität durch den großen Hund eingeschüchtert fühlte und sich genötigt sah, hinter dem Stuhl Deckung zu beziehen.

Als Bismarck schon längst in Amt und Ehren stand, sorgten seine Doggen weiterhin für Aufruhr: Weil ein russischer Diplomat offen seine Abneigung gegenüber der von Bismarck so sehr geschätzten Rasse kundtat, soll es beinahe zu einem diplomatischen Fiasko gekommen sein.
„Zwischen dem deutschen Kanzler und dem russischen Premierminister Gortschakoff war eine lebhafte Unterhaltung im Gange. Der Letztere gestikulierte viel heftiger als gewöhnlich, was die Dogge Tyras, die auf ihrer Decke lag, dazu verleitete, einen Angriff auf ihren Herrn zu vermuten. Sie sprang den stolzen Russen an und warf ihn zu Boden. Viele Entschuldigungen wurden vorgebracht und auch angenommen. Gortschakoff war nicht gebissen, sondern nur erschreckt worden; so blieb der Friede in Europa ungestört“, so der zeitgenössische Bericht.

Fürst Bismarck soll übrigens größten Wert auf die Menschenkenntnis seiner Dogge Sultan gelegt haben. Konnte der Rüde jemanden nicht leiden, berücksichtigte der Kanzler dies angeblich bei seinen politischen Entscheidungen.

Auch wenn man munkelt, Sultan sei die Lieblingsdogge des deutschen Fürsten gewesen, so war es doch Tyras, eine andere Bismarck-Dogge, deren Ruf um die ganze Welt eilen sollte. Der Tod des hochgeschätzten Hundes zog nicht nur europäisches, sondern kosmopolites Interesse nach sich. Der Fürst sollte nicht allzu lange trauern: An seinem nächsten Geburtstag stand der jugendliche Kronprinz vor der Tür und schenkte Bismarck eine Dogge, die Tyras fast bis auf das Haar genau geglichen haben soll. Der Fürst und Reichskanzler war getröstet.

Gezielte Zucht

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es noch eine einfache, überaus pragmatische Richtlinie für die Zucht doggenartiger Hunde: „Ein guter Hetzhund – sei er übrigens gefärbt und gezeichnet wie er wolle – muss einen starken, nicht zu kurzen Kopf, welcher in einer etwas langen zugespitzten, mit vier guten Fängen bewaffneten Schnauze ausgeht, und eine breite Brust haben, auch kurz und stark gekeult sein. Den Läufen darf es an der gehörigen Stärke nicht fehlen. Ein Hauptfehler ist aber, wenn sie gänselatschig sind, das heißt, wenn sie im Fesselgelenk durchtreten.“ (Winkel, 1820).

Erst 1879 erfolgte die erste Züchterversammlung, die gleichzeitig als Anfang der planmäßigen Zucht gilt, weil man sogleich den ersten Standard beratschlagte. Der heute gültige Standard geht auf das Jahr 1891 zurück und wurde vom 1888 gegründeten Deutschen Doggen Club herausgegeben. Der erste Band des Deutschen Doggen-Stammbuches erschien 1897 mit sage und schreibe 538 Eintragungen.

Drei Varietäten

Wer sich heutzutage für Deutsche Doggen interessiert, sieht sich fünf attraktiven, anerkannten Farben gegenüber: weiß-schwarz gefleckt, schwarz, blau, gelb und gelb gestromt kommen die lebenslustigen Riesen daher und gestalten die Auswahl mehr als schwierig. Eine beliebige Verpaarung der Farbschläge ist übrigens nicht erlaubt; sie werden innerhalb der Zucht in drei Gruppen unterteilt: Gelb und Gestromt, Gefleckt und Schwarz sowie Blau.
Insider behaupten, die Zucht des gefleckten Farbschlags sei weitaus am diffizilsten. Manch einer soll diesen Bereich der Doggenzucht schon als Spielwiese für Millionäre bezeichnet haben, weil die Aussicht auf Erfolg bei den gefleckten Schönen ganz und gar nicht berechenbar ist. Selbst die gezielte Verpaarung zweier optimal gefleckter Doggen, die seit 1995 verboten ist, war nie eine Garantie für ebensolche Welpen. Unter Umständen lag nicht ein einziger vielversprechender Nachwuchs in der Wurfkiste oder man hatte es sogar mit schwarzen oder fehlfarbigen Tieren zu tun (Grautiger, Porzellantiger, Albino). Die ohnehin komplizierte Farbvererbung wurde im Fall der gefleckten Doggen zusätzlich durch den Merlefaktor verkompliziert und das machte die Zucht so schwierig.

Gelbe Schönheiten

Angeblich gestaltet sich die Zucht des gelb gestromten Farbschlags wesentlich einfacher. Der Erfolg einer Verpaarung ist besser abzusehen als bei Verpaarungen mit gefleckten Tieren. Gelb mit Gelb gepaart wird immer wieder gelben Nachwuchs ergeben, der sich lediglich in den Schattierungen von Gelb unterscheidet. Man bezeichnet das als rezessiven Erbgang; beide Elterntiere besitzen nur Gene der gelben Farbe. Die Züchter haben die Erfahrung gemacht, dass die Farbe verblasst und fahl wird, wenn immer nur Tiere der selben Farbe zusammen gebracht werden. Deshalb kreuzen sie zur Pigmentauffrischung immer in bestimmten Abständen Gelb mit Gestromt. In dem Wurf sind dann gelbe und gestromte Welpen zu erwarten. Wer stets gestromte Doggen miteinander verpaare, müsse mit einer Verschmelzung der schwarzen Stromung rechnen, was wiederum in einer fahlen oder aschfarbenen Grundfarbe resultiere. Auch hierbei sei der Wechsel von Gelb und Gestromt absolut empfehlenswert.
Es ist übrigens völlig normal, dass gelb gestromte Welpen in der ersten Zeit keine gut definierte Zeichnung zeigen, sondern eher schmutzig-aschfarben wirken und von einem dunklen Aalstrich auf dem Rücken geziert werden. Umso älter sie werden, desto klarer werden auch Farbe und Zeichnung.

Blaue Doggen

Die Verpaarung zweier blauer Elterntiere bringt stets auch blaue Welpen. Diese Weisheit hat in der Vergangenheit ein kleines Inzuchtproblem mit sich gebracht, weil der Genpool für diese wunderschöne Farbvarietät einfach zu klein war. Die Deutsche Doggenzucht hat jedoch blitzschnell reagiert und ganz gezielte Gelbeinkreuzungen vorgenommen. Dies führte zu einer Beseitigung der Inzuchtprobleme und brachte gleichzeitig eine deutliche Typverbesserung des blauen Farbschlags mit sich.

Zu Beginn der Blauzucht gab es viele allzu schlanke Doggen, mit recht zarten Köpfen. Heute gehört dieses Bild der Vergangenheit an; der markante Kopf, der in der Gelbzucht ohnehin vorherrscht, hat sich auch in der Blauzucht durchgesetzt.

Die Einkreuzung gelber Doggen bringt in der ersten Generation übrigens schwarze Welpen, deren Ahnentafeln speziell gekennzeichnet werden, weil sie nur für die Zucht blauer Doggen eingesetzt werden dürfen. Sie differieren züchterisch stark von schwarzen Hunden aus der Zucht gefleckter Doggen.

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