Cane Corso Italiano
Vielseitiger Pfundskerl

Die Rasse des Monats: Cane Corso Italiano

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Cane Corso Italiano

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Der Cane Corso Italiano vereint Imposanz und Eleganz. Er strahlt Selbstbewusstsein und Würde aus. Als Wachhund ist er unbestechlich. Innerhalb seiner Familie erweist sich der athletische Italiener als überaus sanft und anhänglich.

Was für ein Hund! Der Anblick eines Cane Corso Italiano hinterlässt einen tiefen Eindruck. Hinzu kommt, dass der italienische Molosser ein wahrer Pfundskerl ist: Selbstbewusst, zugleich einfühlsam und anhänglich - zumindest dann, wenn es um die eigene Familie geht. Denn dort entfaltet der Cane Corso, der auf eine lange Rassegeschichte zurückblickt und dank intensiver züchterischer Bemühungen vor dem Aussterben bewahrt wurde, all seine Qualitäten.

Fotos: © Cane Corso Italiano e.V., Stefanie Radke, Valeriya Chernova

Selbstbewusst

Er ist selbstbewusst, furchtlos und ausgesprochen wachsam. Gleichzeitig verfügt der Cane Corso über eine große Anhänglichkeit seiner Familie gegenüber und ist im Haus angenehm ruhig. Ein enger Kontakt zu seinen Menschen ist wichtig für das Wohlbefinden des Hundes, der auch alle Eigenschaften eines zuverlässigen Dienst- und Schutzhundes mit sich bringt. Ein Anfängerhund ist er nicht. Wer sich für einen Cane Corso entscheidet, sollte Hundeerfahrung mitbringen und sich zugleich von Kennern der Rasse beraten lassen. Allein aufgrund der Größe und Kraft des eindrucksvollen Italieners setzt die Haltung des familienfreundlichen Vierbeiners Verantwortungsbewusstsein und einen sensiblen Umgang mit der Umwelt voraus.

Vielseitig

In seinem Heimatland Italien ist der stark territorial veranlagte und charakterstarke Cane Corso für seine Vielseitigkeit bekannt. In ländlichen Regionen schätzte man ihn früher als anpassungsfähigen Hofhund, der zuverlässig über Haus und Hof wachte und sich zugleich bestens an das alltägliche Leben auf dem Bauernhof anpasste. Die Vielseitigkeit des Cane Corso Italiano ermöglicht auch heute ein weites Feld gemeinsamer Aktivitäten: Sei es der Hundesport, eine Ausbildung als Polizei- oder Fährtenhund oder eine andere spannende Aufgabe… - Beschäftigung ist wichtig, denn der athletische Molosser schätzt Herausforderungen ebenso wie Bewegung. 

Mit Ruhe und Bedacht

Eine frühe Sozialisierung ist wichtig — wie auch kompetent geführte Welpenstunden, in denen bereits von Anfang an spielerisch die Unterordnung erlernt wird. Die frühe Sozialisierung auf Menschen, Artgenossen und Umwelt ist nicht nur wichtig, sondern absolut unerlässlich. Eine Begleithundeprüfung und Obedience bieten sich ebenfalls an, wenn man einen kooperativen Cane Corso wünscht, der trotz seiner imposanten Erscheinung überall nur positiv auffällt. Bei der Erziehung ist auf einen ruhigen, konsequenten Umgang zu achten. Mit Geduld und Bedacht erreicht man bei dem eigensinnigen Vierbeiner am leichtesten das Ziel. Auf Ungeduld und Härte reagiert der empfindsame Italiener oft mit Sturheit und Verweigerung.

Pflegeleicht

Die Pflege des kurzen Haarkleids ist recht einfach. Regelmäßiges Bürsten reicht. Während des Fellwechsels bürstet man täglich, damit die losen Haare sich nicht überall im Wohnbereich verteilen. Ein mit Noppen besetzter Gummihandschuh entfernt ebenfalls lose Haare. Will man dem Haarkleid zusätzlich einen schönen Glanz verleihen, bewirkt das Abreiben mit einem feuchten Fensterleder wahre Wunder.

Robust und stämmig

Der rechteckig gebaute Cane Corso Italiano ist ein mittelgroßer bis großer Hund von robuster und stämmiger Statur. Die Muskeln des beeindruckenden Wachhundes sind trocken und kraftvoll. Trotz dieser imposanten Ausstrahlung mangelt es ihm nicht an Eleganz. Die Rute des schönen Italieners ist recht hoch angesetzt und sehr breit an der Wurzel. Das Gangwerk des Cane Corso Italiano ist durch eine lange Schrittweite und einen ausgreifenden Trab gekennzeichnet. Trab ist die Lieblingsgangart des molossoiden Hundes.

Wiederaufbau einer alten Rasse

Hunde vom Typ des Cane Corso gibt es seit sehr langer Zeit in Italien. Und doch drohte die Rasse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu verwässern, ja sogar komplett verloren zu gehen. Es ist dem engagierten Einsatz verschiedener Liebhaber des einzigartigen Molossers zu verdanken, dass sich der Cane Corso heute wieder als stabil aufgestellte Rasse präsentiert. Seit 1983 setzten sich Prof. Giovanni Bonatti, Prof. Fernando Casolino, Dr. Stefano Gandolfi, Gianantonio Sereni sowie Giancado und Luciano Malavas für die Rasse ein und gründeten die Società Amatori Cane Corso (S.A.C.C.). Auf der Basis einiger verbliebener Vertreter der alten Rasse, die sich in landwirtschaftlichen Betrieben in Foggia, in der Region Apulien, fanden, erfolgte der Wiederaufbau einer gezielten Zucht gemäß eines genau recherchierten, historischen Kontextes. 1994 erfolgte schließlich die offizielle Anerkennung der Rasse durch den italienischen Verband für das Hundewesen, der Ente Nazionale Cinofilia Italiana (ENCI).

Jagdhund

Auch die Jagd spielt eine Rolle in der Geschichte des Cane Corso. Vor allem im Mittelalter setzte man den kräftigen Saupacker zur Jagd auf Wildschweine ein. Davon zeugen zahlreiche kunsthistorische Objekte wie Skulpturen, Gemälde und Skizzen. Auch heute ist bei einigen Rassevertretern eine mehr oder weniger ausgeprägte jagdliche Motivation zu beobachten, die sich mithilfe einer entsprechenden Erziehung jedoch problemlos steuern lässt. Der feine Geruchssinn prädestiniert den smarten Molosser für die Fährtenarbeit.

Gesundheit

Der Cane Corso ist ein grosser, schwerer Hund, dessen Zucht viel Know-how und Verantwortungsbewusstsein erfordert. Eine gezielte Selektion hilft, gesundheitliche Probleme wie die Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellebogendysplasie (ED), Augenerkrankungen wie Entropium und Ektropium unwahrscheinlicher zu machen. Während der Wachstumsphase ist ganz besonders auf eine optimal angepasste Ernährung zu achten. 

Wie wir wurden, was wir sind

Römische Molosser sind die Vorfahren des Cane Corso Italiano.  Diese kamen bei Gladiatorenkämpfen in den Arenen zum Einsatz und zogen mit römischen Legionären in den Krieg. Früher fand man die Vorfahren des heutigen Cane Corso in vielen Regionen Italiens. Später konzentrierte sich seine Verbreitung vor allem auf Apulien (Puglia) und die daran angrenzenden, süditalienischen Regionen. Der Rassename „Corso“ geht auf den lateinischen Begriff „cohors“ zurück, was sich mit „Hüter, Verteidiger von Haus und Hof“ übersetzen lässt. Wobei der Cane Corso in seiner Heimat nicht nur als Wachhund geschätzt wurde, sondern traditionell auch vielfältigen Einsatz rund um den Bauernhof fand. Das setzt auch eine stabile Sozialverträglichkeit und hohe Reizschwelle voraus, die verantwortungsvoll gezogene und entsprechend sozialisierte Cane Corso auch heute mitbringen.

Weitere Informationen

Cane Corso Italiano e.V.
www.canecorsoitalianoev.com

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