Zweite Internationale Konferenz der Kennel Clubs, 25. – 27. Juni 2019

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Die Zweite Internationale Konferenz der Kennel Clubs fand auf Einladung des Schwedischen Kennelclubs (SKK) fand vom 25. bis 27. Juni 2019 in Stockholm statt mit dem Ziel, verschiedene Aspekte zum Einsatz von Gentests zur Bekämpfung erblicher Erkrankungen in der Hundezucht näher zu beleuchten. Die rasch wachsende Anzahl an verfügbaren DNA-Tests für die unterschiedlichsten Zielsetzungen wird nicht immer von den für eine sachgerechte Anwendung erforderlichen wissenschaftlichen Nachweisen begleitet. Das macht es umso schwerer für sowohl für Zuchtvereine als auch für Züchter, diesbezügliche Prioritäten zu setzen und zielführende Maßnahmen zu etablieren.  Zudem gibt es ein stetig wachsendes kommerzielles Interesse an Hunde-Gentests, so dass große Konzerne weitreichende DNA-Tests für Rassezuordnung, Elternschaftsnachweise und Erbkrankheiten anbieten.

Während der Konferenz wurde ersichtlich, dass die Anwendung von Gentests und Genomik komplex ist, sich schnell weiter entwickelt und – während es eine wissenschaftliche Basis gibt – stark von anderen Faktoren wie der grundlegenden Geisteshaltung, kulturellen Unterschieden und den sozialen Medien beeinflusst wird. Der Bedarf an kollektiven Strategien, die weltweit gültig sind und auf die jeweils lokalen Gegebenheiten heruntergebrochen werden können, wurde daher von allen Anwesenden anerkannt.

Die Entwicklung solcher Strategien würde folgende Punkte berücksichtigen:

  • Verfügbarkeit geteilter Daten und Informationen bezüglich bereits existierender rassespezifischer Zuchtstrategien sowie Datenmaterial zu Verbreitung, Schwere und Relevanz einzelner Erkrankungen in der jeweiligen Rasse.
  • Prozesse zur Zulassung von gesundheitsbezogenen Gentests für die Anwendung in der Hundezucht.
  • Ausbau und Nutzung existierender Werkzeuge und Plattformen wie der International Partnership for Dogs (IPFD) und www.dogwellnet.com, sowie der Ergebnisse und Aktionen der International Dog Health Workshops.
  • Informationen darüber, welche Länder schon verschiedene diesbezügliche Aktivitäten (Elternschaftsnachweise eingeschlossen) entfalten, über die Vor- und Nachteile von bereits existierenden Strategien sowie über Chancen und Herausforderungen.


Pekka Olson, der Vorsitzende des SKK und der IPFD fasst zusammen:
„Wir haben sowohl die Risiken als auch die Potenziale beleuchtet, die Gentests in Bezug auf die Gesundheit, das Wohlergehen und die Zucht von Hunden aufweisen. Wir gelangten zu der Übereinkunft, dass vermehrte Zusammenarbeit, Teilen von Informationen und Harmonisierung von Maßnahmen das weitere Vorgehen weltweit bestimmen sollen.“

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