VDH-Umfrage zeigt: Hundehalter legen Wert auf Zeckenschutz

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Die meisten Hundehalter nehmen die Gefahr, die von Zecken ausgeht, ernst. Zwar schützen sie ihren Hund mit den unterschiedlichsten Zeckenschutz-Präparaten, doch nur jeder Zehnte verzichtet ganz auf deren Einsatz. Das zeigen die Ergebnisse einer Online-Umfrage des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. Rund 6.200 Hundebesitzer und Züchter haben von März bis Mai dieses Jahres an der Umfrage des Verbands teilgenommen.

Die Aufmerksamkeit für das Thema ist groß, weil Zecken für Hunde ein erhebliches Problem darstellen. Schnell haben sie sich beim Spaziergang durch Wald und Wiesen einen der kleinen Blutsauger eingefangen. Dabei geben 84 Prozent der Befragten an, täglich mit ihrem Vierbeiner im Grünen unterwegs zu sein. Lediglich ein Prozent tut dies nie.

Welche Schutzmaßnahmen nutzen die Tierhalter?

Angesichts der Krankheiten, die Zecken beim Blutsaugen auf Hunde übertragen, rät der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) zum gründlichen Absuchen und Entfernen von Zecken, dem regelmäßigen Einsatz eines Zeckenschutzmittels und der Impfung gegen Borreliose bei Hunden, die ein Zeckenstichrisiko tragen.

Die Umfrage des VDH zeigt nun, dass etwa 77 Prozent der Halter ihren Hund „immer“ oder „meistens“ nach einem Aufenthalt in der Natur nach Zecken absuchen. Die übrigen nehmen es damit nicht so genau. Tatsächlich fündig werden sie regelmäßig: 43 Prozent entdecken mehrmals in der Woche Zecken an ihrem Hund, weitere 42 Prozent zumindest 2-3 Mal im Monat.

Bei den verwendeten Zeckenschutz-Präparaten ergibt sich ein buntes Bild, wobei Spot-ons, die auf die Haut aufgetragen werden, mit 43 Prozent die Mehrheit bilden, gefolgt von Halsbändern (18 %), Kautabletten (9 %) und Sprays (5 %). Bei den sonstigen Methoden liegen Kokosöl, Bernsteinkette (3 %) und Knoblauch (2 %) vorn.

Bekanntestes Produkt ist Frontline. Rund 87 Prozent der Tierhalter kennen das Flohund Zeckenmittel mit dem Wirkstoff Fipronil. Es folgen Advantix mit 61 Prozent und Exspot mit 54 Prozent Bekanntheit. Für einen guten Schutz ist es laut Experten in jedem Fall wichtig, dass das Präparat regelmäßig angewendet wird.

Rund 22 Prozent der Hunde sind zusätzlich gegen Borreliose geimpft. Bei der Entscheidung des Besitzers für die Impfung spielt neben dem Tierarzt, der das jeweilige Erkrankungsrisiko und die regionale Verbreitung der Borreliose-Erreger in seiner Empfehlung berücksichtigen soll, auch die eigene Erfahrung eine Rolle. Wer schon mal einen Hund hatte, der an Borreliose erkrankt ist, gehört in der Regel zu den Befürwortern der Impfung. Bei fünf Prozent der Umfrageteilnehmer ist das der Fall. Demnach zählt Borreliose auch zu den häufigeren Erkrankungen des Hundes.

Borreliose – die bekannteste Zeckenkrankheit

Unter den Krankheiten, die Zecken auf Hunde übertragen, ist die Borreliose oder Lyme-Borreliose auch die bekannteste. 98 Prozent der Befragten haben von ihr schon gehört. An zweiter Stelle folgt mit 68 Prozent FSME – eine Viruserkrankung, die beim Menschen eine größere Rolle spielt als beim Hund. Andere Zeckenkrankheiten wie Babesiose (38 %), Anaplasmose (31 %) und Ehrlichiose (24 %) spielen für Hundehalter eine untergeordnete Rolle. Ob sich Hunde tatsächlich mit einer der Krankheiten infizieren, hängt wesentlich von der Achtsamkeit und Gründlichkeit des Besitzers ab. In jedem Fall sollte man sich über regionale Verbreitung und Gefahren – auch vor Reisen – informieren.

Bei ihrem eigenen Schutz sind Hundehalter übrigens deutlich nachlässiger: etwa ein Viertel unternimmt laut Umfrage überhaupt nichts um sich selbst vor Zecken zu schützen.

 

 

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