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Papillon

Die korrekte, vollständige Rassebezeichnung lautet Kontinentaler Zwergspaniel, innerhalb dieser unterscheidet man zwei Varietäten: Papillon (Stehohriger Typ) Phalène (Hängeohriger Typ) Allgemein wird der Ursprung der Zwergspaniels in...

Papillon

Ursprungsland
Frankreich
Standardnummer
77
Widerristhöhe
ca. 28 cm
Gewicht
2 Kategorien: 1. weniger als 2,5 kg; 2. Rüden: 2,5 bis 4,5 kg, Hündinnen: 2,5 bis 5 kg (Minimalgewicht: 1,5 kg)
Verwendung
Gesellschaftshund
FCI-Gruppe 9
Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion 10 Kontinentale Zwergspaniel. Ohne Arbeitsprüfung.

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Beschreibung: Kontinentaler Zwergspaniel (Papillon)

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Papillon (Stehohriger Typ)
Phalène (Hängeohriger Typ)

Dieser kleine prachtvolle Spaniel mit langem Haar hat einen normalen, harmonischen Körperbau; sein mässig langer Fang ist kürzer als der Schädel. Der Kontinentale Zwergpaniel ist lebhaft und anmutig, jedoch auch robust und stolz in seiner Haltung. Sein Gang ist frei und elegant. Sein Körper ist etwas länger als hoch.

Kontinentale Zwergspaniels sind sehr familienbezogene, lebhafte Zwerghunde. Immer bereit zu Spielen, Toben und Schmusen, aber dennoch einfühlsam und mit einem feinen Gespür dafür, wenn der Besitzer etwas Ruhe haben möchte. Unstimmigkeiten innerhalb "seiner" Familie bemerkt er sofort und er leidet sichtlich darunter. Die Welt ist erst wieder für ihn in Ordnung, wenn alles wieder harmonisch ist und seinen gewohnten Gang geht. Er liebt lange Spaziergänge zu jeder Jahreszeit, und die Reste seines kleinen Spaniel-Instinktes lassen ihn gerne dieses oder jenes aufstöbern und verfolgen. Stöcken- oder Bällchenfangen und apportieren sind willkommene Einlagen während eines Spazierganges. Auch wenn er an sich mit normalem Gassigehen "um den Block" auskommt, sollte er regelmäßig längere Ausflüge zugestanden bekommen, bei denen er sich - frei von der Leine - richtig austoben kann. Der Kontinentale Zwergspaniel ist sehr verträglich mit anderen Hunden und keinesfalls zimperlich, so daß er bei vernünftiger Haltung schnell Freundschaften schließt.

Geschichte: Kontinentaler Zwergspaniel (Papillon)

Die korrekte, vollständige Rassebezeichnung lautet Kontinentaler Zwergspaniel, innerhalb dieser unterscheidet man zwei Varietäten:

Papillon (Stehohriger Typ)
Phalène (Hängeohriger Typ)

Allgemein wird der Ursprung der Zwergspaniels in Europa vermutet, obwohl nicht ganz ausgeschlossen werden kann, daß seine Vorfahren - wie so viele Zwerghunde - aus Ostasien stammen. Es wäre durchaus möglich, daß anläßlich der Entdeckungsreisen des Marco Polo Ende des 13. Jh. asiatische Hundezwerge ihren Weg nach Europa gefunden haben, die den Grundstein für die Entwicklung der Zwergspaniels gebildet haben könnten. Tatsache ist, daß erste Belege für die Existenz von kleinen Luxushündchen, die im Typ sehr genau unserem papillonheutigen Phalène entsprechen, erstmals auf italienischen Fresken und Ölbildern ab dem 13. bis 14. Jh. zu finden sind. Zumeist sind diese Hündchen zusammen mit Kindern oder Personen des Adels abgebildet. Es liegt nahe zu vermuten, daß aus den zur Jagd verwendeten Spaniels irgendwann eine Zwergform entstanden ist, die dann den hochherrschaftlichen Damen und ihren Kindern als Spielgefährten und Zeitvertreib überlassen wurden. Ein gewisser Jagdtrieb ist auch heute noch bei Papillons und Phalènes eindeutig festzustellen.

Obwohl die Verbreitung von Italien aus erfolgte, ist es doch eher Frankreich zu verdanken, daß sich die Rasse bis heute erhalten hat. Am französischen Hof haben sich Zwerghunde dieses Typs über mehrere Jahrhunderte großer Beliebtheit erfreut, ohne daß sich das äußere wesentlich veränderte. Auch am englischen Hof wurden Zwergspaniels gehalten, was durch entsprechende Bilder belegt ist, doch in England schien man den größeren Kopf mit phalènedem kürzeren, breiten Fang zu bevorzugen, und so haben sich im 18. Jh. die Typen endgültig in die Richtungen Englischer Toy Spaniel und Kontinentaler Zwergspaniel auseinanderentwickelt.

Die stehohrige Varietät muß sich irgendwann gegen Ende des 17. Jh. herausgebildet haben, denn erst ab ca 1700 findet man "Papillons" auf Gemälden.

Nach der französischen Revolution und demzufolge dem Niedergang des französischen Adels wird es lange Zeit still um die Zwergspaniels, und erst zum Ende des 19. Jh. finden sich wieder Liebhaber in Frankreich und Belgien, die sich engagiert darum bemühen, diese Rasse wieder auferstehen zu lassen. Aus diesem Grund gilt auch heute nach den FCI-papillonStandardfestlegungen der franco-belgische Raum als Ursprungsland der Kontinentalen Zwergspaniels.

Erst gegen Ende des 19. Jh. beginnt bei Hunden das Zeitalter der "Reinzucht", d.h., es werden bei bemühten Züchtern immer nur Hunde derselben Rasse miteinander verpaart. Um dies zu gewährleisten entstehenden Rassehundeverbände, man arbeitet mit Abstammungsnachweisen, es werden Ausstellungen veranstaltet und es werden für die einzelnen Rassen genaue Vorgaben entworfen, wie ein Hund dieser Rasse auszusehen hat, welche Eigenarten für ihn typisch sind usw. Die erste Rassebeschreibung (Standard) für Kontinentale Zwergspaniels wird um 1905 niedergelegt.

Haarkleid: Kontinentaler Zwergspaniel (Papillon)

HAAR:
Das reichliche, glänzende Haar ohne Unterwolle ist gewellt (nicht zu verwechseln mit gelockt), nicht weich, eher etwas kräftig mit einem seidigen Schimmer. Die ziemlich feinen, etwas welligen Haare sind flach eingepflanzt. Das Haarkleid ähnelt dem der kleinen englischen Spaniels, weicht aber eindeutig von dem des Pekingesen ab; andererseits darf es mit dem des Deutschen Spitzes gar keine Ähnlichkeit aufweisen. Am Gesicht, am Fang, auf der Vorderseite der Läufe und unterhalb der Sprunggelenke ist das Haar kurz. Am Körper ist es mittellang. Am Hals ist das Haar länger und bildet einen Kragen und eine schön gewellte, über die Brust fliessende Krause. Die Ohren und die Rückseiten der Vorderläufe sind befedert; auf der Rückseite der Oberschenkel entfaltet sich eine umfangreiche « Hose » aus geschmeidigen Strähnen. Dünne Haarbüschel dürfen zwischen den Zehen vorhanden sein und sogar etwas herausragen, soweit sie die Pfoten nicht unförmig, sondern länger und feiner erscheinen lassen.

Als Anhaltspunkt:
Hunde, deren Haarkleid in guter Kondition ist, weisen am Widerrist Haare von 7,5 cm und an der Rute von 15 cm Länge auf.

FARBEN:
Auf weissem Grund sind alle Farben zugelassen. Am Rumpf und an den Gliedmassen muß das Weiß im Verhältnis zur Farbe vorherrschen. Eine mehr oder weniger breite weisse Blesse am Kopf wird gerne gesehen. Eine weisse Zeichnung an der Unterseite des Kopfes ist zulässig, aber ein vorwiegend weisser Kopf ist fehlerhaft. Auf alle Fälle müssen die Lefzen, die Augenlider und vor allem der Nasenschwamm pigmentiert sein.

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