Webseite: hier-ist-mein-welpe.de

Landseer

Die Geschichte des Landseers ist die Geschichte des Hundes aus Neufundland, der nach England kam, dort heimisch wurde, sich züchterisch zu einer Rasse formte und anschließend zu größter Beliebtheit und Verbreitung aufstieg. Neufundland war die...

Landseer

Ursprungsland
Deutschland
Standardnummer
226
Widerristhöhe
Rüden: 72-78 cm, Hündinnen: 67-72 cm (Schulterhöhe darf schwanken)
Verwendung
Wach- und Begleithund.
FCI-Gruppe 2
Pinscher und Schnauzer - Molosser - Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
Sektion 2.2 Molossoide, Berghunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Der Landseer ist Ihr Lieblingshund? Dann geben Sie ihm Ihre Stimme auf Facebook!

Beschreibung: Landseer

Der Landseer ist ein mächtiger Hund von natürlicher Schönheit. Neben dem körperlich imposanten Erscheinungsbild verfügt er, nach entsprechender Sozialisierung, über sympathische Wesensanlagen.
Auf Grund seiner Größe und Kraft wird er auch als Wasserrettungshund eingesetzt. Eine weitere Verwendung findet der Landseer in letzter Zeit verstärkt als Therapiehund, da er generell sehr lernfreudig ist.
Seine vielen hochgeschätzten, wunderbaren Eigenschaften kann der sensible Landseer nur entfalten, wenn er in engem Kontakt mit seiner Familie lebt.
Auch im Umgang mit Haustieren ist er meist gutmütig. Das Wichtigste für den Landseer ist ein fester Platz in seiner Familie sowie eine klare Orientierung an seiner Familie.
Zum ausgefüllten Leben eines Landseers gehört das Gefühl gebraucht zu werden. Er will sich unbedingt nützlich machen. Es muss nicht eine sehr anspruchsvolle Aufgabe sein, etwa die Ausbildung zum Rettungshund oder Lawinenhund, es reicht auch eine banale Aufgabe wie das Begleiten zu Tätigkeiten seines Besitzers, Einkäufe tragen oder Spielsachen einsammeln. Ideal zur Haltung eines Landseers ist ein Haus mit eingezäuntem Garten, wo sich der Hund frei bewegen kann und er überall Zutritt hat. Bei seinen täglichen Spaziergängen ist er ein aufmerksamer Begleithund, der selten Jagdtrieb entwickelt. Er ist, bei entsprechender Erziehung, ein angenehmer und ruhiger Haushund, der meistens nicht ohne Grund bellt. Gäste des Hauses begrüßt er zumeist freundlich. Fremden gegenüber verhält er sich wachsam und reserviert. Ein Landseer verfügt über eine ausgesprochen hohe Intelligenz und er neigt dazu eigenständig zu handeln, wenn man ihn lassen würde. Besonders hervorheben möchten wir die Anpassungsfähigkeit dieser Hunde, wobei der Landseer verschiedenste Situationen schon für sich erkennt und dementsprechend reagiert. Dies alles macht ihn bei guter Erziehung zu einem sehr angenehmen Begleiter.

Geschichte: Landseer

Die Geschichte des Landseers ist die Geschichte des Hundes aus Neufundland, der nach England kam, dort heimisch wurde, sich züchterisch zu einer Rasse formte und anschließend zu größter Beliebtheit und Verbreitung aufstieg. Neufundland war die erste und somit älteste Kolonie Englands. Allerdings kamen nicht die Engländer als erste Siedler dorthin. Vor ihnen hatten schon Spanier, Portugiesen und Basken die reichen Fischgründe vor Neufundland besucht. Wahrscheinlich hatten sie zum Schutz vor Bären und Wölfen den großen Hirtenhund ihrer Heimat, den weißen Berghund aus den Pyrenäen, mitgebracht. Beweise gibt es dafür nicht, aber die Ähnlichkeit im Typ zwischen dem Landseer und dem Pyrenäen-Berghund ist nicht zu übersehen.
Die Engländer brachten diese Hunde, die sie in Neufundland antrafen, mit nach Hause. Im DLC - Zuchtbuch Nr. 2 wird darüber, wie auch über die weitere Entwicklung ausführlich berichtet. Hier soll nur gesagt werden, dass dieser erste 'Neufoundland dog' in England heimisch wurde und sehr beliebt war. In zahlreichen Exemplaren wurden sie daher aus der 'Neuen Welt' als Beiladung per Schiff herübergeschafft. Sicher hat man mit diesen Importen dann in England auch gezüchtet, aber nur im privaten Rahmen. Aufzeichnungen haben sich darüber nicht erhalten. Erst 1870 eröffnete der Kennel Club sein erstes Zuchtbuch, und erst mit Beginn dieser Eintragungen lässt sich ein Zuchtgeschehen rekonstruieren. Aber da hatten die Landseer den Höhepunkt ihrer Beliebtheit schon hinter sich. Dennoch waren unter den eingetragenen Tieren die weiß - schwarzen in der Mehrzahl, wenn auch leider längst nicht bei jedem Hund die Fellfarbe angegeben ist.
Man trennte die Zucht nicht nach Farben, auch nicht nach Typ. Was aus Neufundland stammte, galt als Neufundländer und konnte verpaart werden. Dagegen erhob sich zwar Einspruch, er konnte aber nicht durchdringen. Da die schwarze Fellfarbe in der Vererbung dominiert, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Schwarzen in der Überzahl waren. Ihnen gehörte die Zukunft der Rasse. Der weiß - schwarze Hund hatte zwar seine Größe und Mächtigkeit, seine imposante Gesamterscheinung, sein dekoratives Haarkleid und sein gutes Wesen an seine schwarze Nachkommenschaft vererbt, die damit nun prunkte und als 'Neufundländer' in der Gunst des Publikums ganz oben stand.
Aber der weiß - schwarze Vater dieser Entwicklung stand im Schatten. Seine Tage waren gezählt. In England war er zum Verschwinden verurteilt.
Schweizerische und deutsche Kynologen und Züchter führten die Wende herbei. Sie holten die letzten guten Tiere aus England und bauten damit um 1900 die kontinental - europäische Reinzucht der Landseer auf. Darüber, und wie es weiterging, findet sich ein ausführlicher Bericht im DLC - Zuchtbuch Nr. 1. Wäre die Rettung der Landseer nicht vor 100 Jahren schon eingeleitet worden, eine der herrlichsten Rasseschöpfungen des 19. Jahrhunderts wäre endgültig verloren gewesen.

Haarkleid: Landseer

HAAR:
Die Behaarung soll mit Ausnahme des Kopfes, lang, möglichst schlicht und dicht sein und sich bei der Berührung fein anfühlen. Das Deckhaar ist durchsetzt mit Unterwolle, aber nicht so dicht wie beim schwarzen Neufundländer. Leicht gewelltes Deckhaar auf dem Rücken und an den Oberschenkeln ist nicht zu beanstanden. Das gegen den Strich gebürstete Haar muss von selbst wieder in die richtige Lage zurückfallen.

FARBE:
Die Grundfarbe des Haares ist ein klares Weiß mit zerrissenen schwarzen Platten auf der Rumpf- und Kruppenpartie. Der Hals, die Vorbrust, der Bauch, die Läufe und die Rute müssen weiß sein. Der Kopf ist schwarz. Als Zuchtfestigung gilt eine weiße Schnauzenpartie mit einer weißen, symmetrischen, nicht zu breiten, durchgezogenen Blesse. Noch vorkommende Rußflecken im weißen Grund sind keine Fehler, sollen jedoch herausgezüchtet werden.

Ausführliche Informationen zu Ernährung, Erziehung, Gesundheit und vielen anderen Themen rund um den Hund finden Sie auf www.partner-hund.de

Dieses und weitere Rassehundeportraits erhalten Sie in voller Länge unter www.meisterpetztv.de.