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Deerhound

Der Deerhound oder Schottische Hirschhund ist der Aristokrat in der Hundewelt. Er ist Schottlands älteste Hunderasse. Dies wird durch frühmittel- und mittelalterliche Berichte über diese edlen Windhunde dokumentiert. Sir Walter Scott,...

Deerhound

Ursprungsland
Grossbritannien (UK)
Standardnummer
164
Widerristhöhe
Rüde: 76 cm, Hündin: 71 cm
Gewicht
Rüde: ca. 45,5 kg, Hündinnen: ca. 36,5 kg
Verwendung
Jagd-, Renn- und Begleithund.
FCI-Gruppe 10
Windhunde
Sektion 2 Rauhhaarige Windhunde. Ohne Arbeitsprüfung.

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Beschreibung: Deerhound

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Der Deerhound ähnelt einem rauhhaarigen Greyhound von größeren Ausmaßen und stärkerem Knochenbau. Der Körperbau ruft den Eindruck einer einzigartigen Kombination von Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer hervor, die erforderlich sind, um einen Hirsch niederzureißen; dennoch ist seine allgemeine Haltung von edler Würde geprägt.

VERHALTEN/CHARAKTER(WESEN):
Der Deerhound ist ein sehr intelligenter Hund. Er hat ein hohes Einfühlungs- und Anpassungsvermögen an den Menschen. Allerdings neigt er wegen seines Stolzes dazu, bei ungerechter Behandlung, hier und da vorübergehend beleidigt zu sein.

Er ist sanftmütig, zeigt Gelassenheit und ist frei von jeder Aggressivität, und liebenswürdig und geduldig mit Kindern. Im Haus verhält er sich still und angepasst, wenn sein täglicher Auslauf nicht vernachlässigt wird. Der Deerhound ist ein äußerst angenehmer Begleiter und gut zu führen, beim Reitsport ist er ebenfalls ein idealer Begleiter.

Für sportliche Betätigung bieten die Windhundsportvereine des DWZRV gute Trainingsmöglichkeiten. Besonders geeignet für die Deerhounds ist die Teilnahme an Coursings, das sind dem natürlichen Bewegungsdrang nachempfundene Veranstaltungen im freien Gelände, die einen hohen sportlichen Wert sowohl für die Hunde, als auch für ihre Besitzer haben.
Der Deerhound, mit all seinen Vorzügen, hat einen vornehmen und liebenswürdigen Charakter, Stolz und Adel eine unvergleichliche Imposanz und Eleganz.

Geschichte: Deerhound

Der Deerhound oder Schottische Hirschhund ist der Aristokrat in der Hundewelt. Er ist Schottlands älteste Hunderasse. Dies wird durch frühmittel- und mittelalterliche Berichte über diese edlen Windhunde dokumentiert.

Sir Walter Scott, Schottlands berühmter Dichter verewigte im 18. Jahrhundert die Rasse in vielen seiner Dichtungen, und Landseer im 19. Jahrhundert in seinen Gemälden. Die Frage, ob es sich um eine uralte Rasse als direkte Nachkommen des Wolfes handelt oder vielmehr um das Produkt aus dem keltischen Windhund und anderen großen Rassen, lässt sich nicht mit Sicherheit klären. Der Deerhound könnte theoretisch gesehen ein Relikt einer Urhunderasse darstellen, die schon vor den Kelten in Britannien und in weiten Teilen des westlichen Europas verbreitet war. Beschreibungen der Römer aus dem 3. Jahrhundert über keltische Windhunde könnten möglicherweise auf den Deerhound hinweisen.
Mit seinem rauhen, drahtigen, nässeabweisenden Haarkleid, überwiegend in den Farbschlägen silbergrau, blaugrau und dunkelgrau, ist der Deerhound vorzüglich dem rauen britischen Hochlandklima angepasst und für den Freiluftaufenthalt gerüstet. Bei seinem Anblick entstehen unweigerlich Bilder von schottischen Castles und ausgedehnten Parks rund um herrschaftliche Landsitze vor dem geistigen Auge. Tatsächlich wurde er in früheren Jahrhunderten in solcher Umgebung gehalten und von seinen vorzugsweise fürstlichen Besitzern zur Jagd auf Hirsche, Elche und Wildschweine eingesetzt.

Heute ist im Ursprungsland Schottland die Arbeit mit Hirschen sehr selten, gelegentlich noch Rehe, die sich so vermehrt haben, dass die Hunde häufig auf sie treffen. Obschon er, wie so viele Rassen, seine eigentliche Aufgabe verloren hat, bedeutet dies nicht, dass der Bestand zurückgegangen ist oder dass er seine stolzen und liebenswerten Eigenschaften verloren hat.

Obwohl Deerhounds bereits zwischen 1920 und 1930 ihr Debüt in Deutschland gaben, erscheinen sie in neuer Zeit erst wieder ab 1970 bei uns.

Haarkleid: Deerhound

Struppig, aber nicht übermäßig viel Haar. Wolliges Haar nicht zulässig. Das korrekte Haarkleid ist dicht, anliegend, zottig, fühlt sich harsch oder steif an. An Rumpf, Hals und Hinterhand harsch und drahtig, etwa 7-10 cm lang; an Kopf, Brust und Bauch viel weicher. Leichte Haarfranse an der Innenseite der Vorder- und Hinterläufe.

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