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Herkunft des Hundes

Vom Züchter? Aus dem Tierheim? Aus dem Ausland? Es gibt viele Möglichkeiten, an einen Hund zu kommen und jeder zukünftige Hundehalter sollte sich sehr genau überlegen, für welche Herkunft er sich entscheidet.

Vorsicht vor Dumpingpreisen

Skepsis ist angebracht, wenn Hunde zu Dumpingpreisen oder gleich fünf, zehn oder mehr Rassen auf einmal angeboten werden. Für 250 oder 350 Euro pro Welpe kann kein seriöser Züchter die Kosten für die Aufzucht decken. Selbst für 500 Euro ist das schwer. Wenn Hunde so günstig angeboten werden, hat das meistens einen tragischen Hintergrund: Katastrophale Aufzuchtbedingungen in Hinterhöfen, Kellern oder umgebauten Scheunen sind hinlänglich bekannt. Massenzuchten, in denen Hündinnen als Gebärmaschinen missbraucht und nach wenigen Jahren entsorgt werden. Welpen, die gesetzeswidrig bereits im Alter von fünf oder sechs Wochen von der Mutter getrennt werden. Keine Entwurmungen und Impfungen, dafür aber gefälschte Impfausweise und fragwürdige Gesundheitszeugnisse.

Und oft sogar ansteckende Krankheiten, die in der Massenzucht kursieren. Da bleiben auch die frühe Sozialisation und Gewöhnung an ganz normale Umweltreize auf der Strecke. Und mit ihnen die vermeintlich günstige Anschaffung des Rassehundes. Denn der kostet nicht selten schon innerhalb des ersten Lebensjahres ein Vielfaches seines Kaufpreises an Tierarztkosten. Das schmerzt, vor allem emotional, denn schließlich gewinnt man den gepeinigten Vierbeiner lieb

Gut, dass er nun in guten Händen lebt, mag man denken und vordergründig ist das so. Tatsächlich aber unterstützt jeder Kauf eines aus unseriösem Hundehandel stammenden Hundes das skrupellose Geschäft von Vermehrern, die vom Mitleid ihrer Käufer bestens leben. Umso besser der Profit mit der Billig-ware Hund läuft, desto öfter müssen die Gebärmaschinen ran. Solange Tierschutzgesetze in diesem Bereich nicht effektiv greifen, ist die einzige Möglichkeit, diesem hundefeindlichen Treiben entgegenzuwirken, keinen Hund dort zu kaufen. Auch wenn es schwer fällt. Es gibt sinnvollere Möglichkeiten, etwas Gutes für Hunde zu tun, denen es schlecht geht, und die nicht aktiv für eine rege Nachproduktion sorgen.

Ein Blick ins Tierheim

Wer ein gutes Werk tun will, entscheidet sich für einen Hund aus dem Tierheim oder von einer Notfallvermittlung der Zuchtverbände. Aber nur dann, wenn er dieser Aufgabe auch gewachsen ist. Das bedeutet, mit eventuell auftretenden Verhaltensauffälligkeiten wie Angst, Angstaggression, Verlustangst, Unsauberkeit oder einem extremen Jagdtrieb dauerhaft umgehen zu können. Nicht alle Hunde aus Tierheimen und dem Tierschutz sind problematisch. Aber sie haben eine Vorgeschichte, auf die sich der neue Besitzer einstellen muss.

Verantwortungsvolle Züchter

Ist ein möglichst geringes Problemrisiko gewünscht, gilt die Suche einem verantwortungsvollen Züchter. Bei der Überprüfung der Qualität ist genaues Nachfragen und ein angemeldeter Besuch völlig legitim. Ein seriöser Züchter gibt ehrlich Auskunft über seine Zuchterfahrung und öffnet ernsthaften Interessenten gerne die Tür. Und wenn dann alle Punkte der nebenstehenden Checkliste mit einem Häkchen versehen sind, ist die Welpensuche auf jeden Fall viel-versprechend. Dass kein Züchter eine Garantie auf seine Hunde geben kann, ist klar. Doch zumindest versucht er, gute Voraussetzungen zu schaffen.

Checkliste Zuchtstätte

  • Die Zuchthündin macht einen gesunden und zufriedenen Eindruck.
  • Die Welpen sind gesund, munter, aufgeschlossen und angstfrei.
  • Die Zuchtstätte ist sauber und gepflegt.
  • Die Hunde haben Familienanschluss, Auslaufmöglichkeiten und eigene Bereiche.
  • Der Züchter informiert sich, ob der Interessent die Voraussetzungen für die Haltung eines Hundes hat.
  • Die Hunde werden nachweislich geimpft und entwurmt.
  • Der Züchter gehört zu einem Zuchtverband, dem Gesundheit und Wesen der Hunde wichtig sind und der die Umsetzung dieser Ziele auch kontrolliert.
  • Der Züchter gibt bereitwillig Antwort auf alle Fragen.
  • Der Züchter hat ein VDH-Gütesiegel – das Zeichen kontrollierter züchterischer Qualität.
  • Es gibt einen juristisch korrekten Kaufvertrag.

Wühltischwelpen - nein danke!

Ein Anblick zum Verlieben: Das Foto in der Online-Börse zeigt einen bildhübschen Welpen, der mit treuen Augen in die Kamera blickt. Der Text des Anbieters erläutert, dass es sich um ein reinrassiges Tier handelt, und dann ist da der Preis, der deutlich unter den Forderungen anderer Züchter liegt. Jedes Jahr überzeugen solche Inserate Tausende Tierliebhaber. Immer wieder folgen auf den Kauf jedoch dramatische Wochen, weil der Hund kränkelt oder gar stirbt.

Schuld daran sind die Machenschaften skrupelloser Händler, denen es allein um ihren finanziellen Vorteil geht – und die dafür sprichwörtlich über Hundeleichen gehen. Hundemütter werden in Osteuropa unter schlimmsten Bedingungen gehalten. Durch ständige Geburten, schlechte Ernährung und fehlende medizinische Versorgung sind sie frühzeitig ausgelaugt und traumatisiert.

Ihre Welpen werden ihnen viel zu früh entrissen. Oft sind sie krank, meistens ungeimpft. Mit gefälschten Papieren werden sie tagelang quer durch Europa transportiert. Die neuen Besitzer, die nicht ahnen, welche Qualen die Tiere erleiden mussten, sehen sich nicht selten mit hohen Tierarztkosten und oft sogar schmerzlich mit dem frühen Tod der Welpen konfrontiert. Mittlerweile ist der Handel mit reinrassigen Welpen zu einem professionellen Millionengeschäft mit mafiösen Strukturen geworden. Online-Portale bieten unzählige Hundebabys aller Rassen an, fast wöchentlich deckt die Polizei bei Kontrollen illegale Welpentransporte auf.

Weitere Informationen: www.wuehltischwelpen.de

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