Belastungen im Agility-Sport

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Belastungen im Agility-Sport

„Worauf kommt es beim Hundesport an?“ – So lautet die grundlegende Frage mehrerer wissenschaftlicher Vorträge, die am Institut für Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Fachleute aus ganz Deutschland versammelte. Der Veranstalter, die Firma Heel Vet, lud hochkarätige Referenten ein: Professor Dr. Martin S. Fischer mit seiner Mitarbeiterin Katja Söhnel, Professor Dr. Stephan Neumann und Professor Dr. Heiko Wagner.

Agility ist ein Sport, der sich – seit seinem Aufkommen in den 80er Jahren – von England aus weltweit verbreitet hat. Hierbei geht es darum, einen Parcours, der unter anderem aus Hindernissen wie einem Slalom, Tunnel, Weitsprung, Steilwand und Wippe besteht, in möglichst hoher Geschwindigkeit und fehlerfrei zu überwinden. „Dabei treten teils enorme Belastungen an den Gelenken, Sehnen, Bändern und Muskeln auf“, gibt Professor Dr. Martin S. Fischer zu bedenken. Verantwortlich hierfür seien die Kurvenverläufe sowie die Richtungs- und Geschwindigkeitswechsel. „Bisher liegen überraschend wenige Studien zur Biomechanik bei dieser Sportart vor. Vielleicht ist dies ein Grund dafür, dass die Meinungen über Vorteile und Gefahren von Agility immer noch weit auseinandergehen“, überlegt Fischer.

Geradlinige Bewegungen

Der Lehrstuhlinhaber für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena verweist in diesem Zusammenhang auf bisherige Studien, die jedoch ausschließlich nur geradlinige Bewegungen beim Sprung über Hürden berücksichtigen. Bei diesen Studien ergaben sich folgende Ergebnisse:

  • Vertikale Bodenreaktionskräfte werden deutlich vom Körpergewicht, der Rasse und der Sprunghöhe beeinflusst.
  • Während die vertikale Bodenreaktionskraft mit steigender Sprunghöhe beim Landen in den Hinterbeinen fällt, steigt sie in den Vorderbeinen an.
  • Umso höher der Sprung, desto steiler der Landewinkel.
  • Umso höher der Sprung, desto stärker die Beugung des Schulter- und Ellenbogengelenks.
  • Absprung- und Landedistanzen sowie Geschwindigkeiten werden vom Abstand zwischen den Hürden maßgeblich beeinflusst.
  • Absprung- und Landegeschwindigkeiten werden von der sportlichen Erfahrung der Hunde beeinflusst.
  • Die individuelle Sprungperformance steht in direkter Verbindung mit der Rasse des Hundes.

 

Der gesamte Artikel ist in „Unser Rassehund“
erschienen und steht als kostenloser Download zur Verfügung.

 

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Unser Medienpartner WauTV war ebenfalls vor Ort und hat uns zahlreiche Interviews zur Verfügung gestellt. Doping im Hundesport:

Doping im Hundesport:


Agility Studie:


Dr. Neumann:


Prof. Fischer:

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