FCI IPO World Championship

Advertisement

Top-Teams aus 42 Ländern haben sich im Jahnstadion – einem modernen Mehrzweckstadion mit Platz für über 6000 Besucher – angekündigt. Der Weltverband – die Fédération Cynologique Internationale (FCI) – hatte die Ausrichtung an den Verband für das Deutsche Hundewesen übertragen.

VDH-Geschäftsführer Jörg Bartscherer: „Deutschland ist das Ursprungsland des Gebrauchshundesports. Wir freuen uns, diese faszinierende Sportart einer internationalen Öffentlichkeit präsentieren zu können. Mit Rheine haben wir einen Standtort gefunden, der eine große Tradition bei solchen Veranstaltungen hat.“

Vier Tage lang zeigen weit über 100 Teilnehmer ihr Können auf allerhöchstem Niveau! Die Weltmeisterschaft der Gebrauchshunde – es ist ein Turnier in drei spannenden Disziplinen: Fährtenarbeit, Schutzdienst und Unterordnung. In jedem Bereich können maximal 100 Punkte erreicht werden. Sind es in einer Disziplin weniger als 70, gilt die gesamte Prüfung als nicht bestanden.

So müssen Fährtenhunde kleinste Gegenstände – beispielsweise Kork, Holz oder Teppichboden mit nur zwei Zentimetern Breite – auf einer Ackerfläche wiederfinden. Sie werden auf einer verwinkelten Fährte, die bis zu 800 Schritte lang ist, ausgelegt. Dabei hilft den Tieren ihr extrem ausgeprägter Geruchssinn.

Packender als ein Krimi sind die Demonstrationen im Bereich „Schutzdienst“. Wichtigste Voraussetzung ist hier der absolute Gehorsam in extremen Grenzsituationen. Die vierbeinigen Profis durchstöbern („revieren“) insgesamt sechs Verstecke, finden am Ende den „Verbrecher“ und stellen ihn durch anhaltendes Verbellen. Dann wehren sie sogar einen simulierten Angriff durch Beißen und Festhalten ab. Übrigens: Entgegen der Meinung vieler Laien können die Vielseitigkeitssportler zwischen ihren Aufgaben beim Schutzdienst und dem „täglichen Leben“ genau unterscheiden. Zuhause sind sie liebenswerte Familienmitglieder.

100prozentiger Gehorsam steht auch bei der „Unterordnung“ an oberster Stelle. Bei Fuß gehen, Apportieren, Sprung über eine – ein Meter hohe – Hürde und die Kletterwand (1,75 Meter Höhe) gehören genauso zu den Prüfungsaufgaben, wie die Kontrolle der Unbefangenheit gegenüber Mensch und Hund bei den Übungen Freifolge (ohne Leine), durch eine Menschengruppe zu gehen und im Stadion knapp zehn Minuten ruhig und unangeleint auf dem zugewiesenen Platz zu liegen, während der Hundeführer außer Sichtweite ist und ein fremder Hund Hölzer apportiert, springt und klettert.

Vier erfahrene Richter – darunter sogar ein Experte aus Japan – bewerten in Rheine die Leistung der Hundesportler. Zugelassen sind nur Teilnehmer, die eine Begleithundeprüfung absolviert haben. Und auch ihr Hundeführer muss einen Sachkundenachweis vorlegen.

An den Start gehen überwiegend Deutsche Schäferhunde und Malinois. Sie sind nach langjähriger Zucht (seit Beginn des 19. Jahrhunderts) körperlich und vom Wesen her am besten geeignet. So wäre es beispielsweise für einen Dackel oder Mops rein anatomisch gar nicht möglich, ein Apportierholz mit 650 Gramm Gewicht über eine Hürde zu bringen.

Ein Hauch von Olympia weht bereits am 13. September durch das Jahnstadion: Ab 17 Uhr präsentieren sich Hundeführer und Spitzensportler ihrem Publikum mit einem feierlichen Einmarsch der Nationen.

Aber nicht nur beim Wettbewerb erwartet die Besucher ein spannendes Programm. Neben einem großen Festzelt mit üppigem Essensangebot und Musik gibt es an diversen Verkaufsständen auch alles, was das Hundeherz begehrt - darunter Leckerchen in vielen Geschmacksrichtungen, jede Menge Spielsachen, kuschelige Körbchen und Outdoorkleidung.

 

Kontakt:
Christa Bremer
VDH-Vizepräsidentin
Tel.: 0171/9530342
E-Mail: bremer[at]dvg-hundesport[.]de

 

 

Back

Premium Partner