Hunde genießen in Deutschland ungebrochene Sympathie. Dies belegt eine Studie des Industrieverbandes Heimtierbedarf (IVH). Grundlage bildet
eine repräsentative Umfrage, die das Hamburger Institut Research International im Jahr 2002 bei 538 Hundehaltern und 521 Nicht-Haltern durchgeführt hatte.
70% der Nichthalter mögen Hunde gern oder sogar sehr gern – nur 6% der Befragten gaben an, Hunde gar nicht zu mögen. Bei den Eigenschaften, die beide befragten Personengruppen den Vierbeinern zuordnen, ist das kaum erstaunlich: 99% der Hundehalter und 97% der Nicht- Halter gaben an, dass Hunde eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft haben, etwa als Polizei-, Rettungs- oder Blindenhunde. Fast alle Befragten (97%/88%) messen Hunden darüber hinaus eine wichtige soziale Bedeutung zu (können trösten, helfen bei Vereinsamung) und halten die Tiere nicht von Natur aus für aggressiv (92%/81%). Die Frage, ob es in den letzten Jahren zu einem hundefeindlichen Klima und einer Gefährdung der Hundehaltung gekommen ist, kann deshalb mit einem eindeutigen Nein beantwortet werden. Dennoch deckt die Studie auch Schwachpunkte der Mensch-Hund-Beziehung auf. Denn weniger gut kommen die Besitzer weg, auch wenn das Meinungsbild ambivalent erscheint. Zwar werden sie überwiegend als Tierfreunde (76%) und liebevolle Menschen (88%) gesehen, schneiden in der Bewertung durch die Nicht-Hundehalter dennoch nicht so gut ab wie ihre Hunde. Kritische Aspekte sind vor allem ihre fehlende Einsicht in Sachen Hundekot (89%) und mangelnde Rücksicht gegenüber Menschen, die sich vor Hunden fürchten (83%), wobei Hundehalter aus Sicht ihrer Mitmenschen selbst ein hohes Maß an Toleranz erwarten (76%).